Bottled Cocktails / Longdrinks?

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MrSam

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Wir machen seit geraumer Zeit im studentischen Umfeld spontan Draußenveranstaltungen mit Bussen, Generator, DJ, Anlage und bisher nur Bier, Club Mate und Wasser im Getränkeangebot. Von einem Kollegen, der ähnliche Veranstaltungen in seiner Heimat durchgeführt hat kam der Gedanke Cocktails bzw je nach Definition Longdrinks der Kategorie Mojito oder Cuba Libre in Kanistern anzusetzen und dann in Plastikbechern auszuschenken.

Ich persönlich hasse Papp/Plastebecher von der Handhabe wie vom Geschmack und möchte deshalb obige Cocktails in 0,33 Flaschen blanko abfüllen. Hinweise auf Lebensmittel-/Verpackungsrechte interessieren in dem "privaten" Kontext nicht, persönlich finde ich diese aber auch schon interessant (ab wann wird eine solche Flasch verkehrsfähig?), gerne auch in Literaturform. Auch Tipps für mögliche Cocktails sind gerne gesehen, wenn gleich wir hier von einem mainstreamorientierten studentischen Umfeld ausgehen und wir auch kein Angebot von 20 verschiedenen Sorten bewältigen könen, wir haben schon so logistisch genug zu schleppen.

Mein bisheriger Ansatz bei Mojito / Cuba Libre

1) Getränke mit frischgepresstem Limettensaft und Minze herstellen, dafür dünne Limettenscheibe in die Flasche, Zubereitung erfolgt ohne Eis, mit flüssigen N2 Flaschendeckel abgießen und mit Kronkorken versiegeln.
2) Flaschen sollten auch ohne Kühlung 7-10 Tage haltbar sein, werden vorraussichtlich im Keller gelagert. Kühlung vor Ort wird mit Trockeneis durchgeführt.

Was haltet ihr davon? Ist das zu "banal"? Kann das noch schmecken? Ist die Haltbarkeit realistisch, wird der Stickstoff diese verbessern? Wird die Cola sich halten? Sobald ich wieder gesundet bin werde ich mich auch selbst ans Ausprobieren zu machen, aber wenn es Möglichkeiten gibt Anfängerfehler zu vermeiden sind Hinweise gerne willkommen. Zur Lagerfähigkeit wird bei dem großen Trend der Vintage / Bottled Geschichten im Netz nämlich nur im Zusammenhang von "Alkohol konserviert sich selbst" geschrieben, was aber bei Fruchtbestandteilen schnell ganz anders aussehen kann ;)

Herzlichen Dank für eure Hilfe!
Sam

PS: Sollten sich hier doch noch Threads zum Thema finden, ich war sicher bei meiner Google-Recherche einen hier gefunden zu haben, doch leider habe ich den nicht wiedergefunden. Diese Links sind natürlich auch willkommen!
 
Herzlich Willkommen im Forum!

Was du willst ist ein Boilerman to go ;D
Boilerman (http://www.boilerman.de/) beweißt, dass man auch vorbereiten kann. Das man ohne Shaker arbeiten kann. Das man schnell arbeiten kann.

Cocktails benötigen eine gewisse Verwässerung und daher halte ich Cocktails ohne Eis für sehr problematisch. Es geht auch einiges vom Stil verloren. Die Aufbewahrungszeit sollt kurz gehalten werden. Besser <24h, 7-10 Tage kannst du ohne Konservierung vergessen. Vom Geschmack ganz zu schweigen.
 
@Milchplus: Den Artikel kannte ich schon, dennoch danke sehr :) Die Veränderungen entstehen doch meines Wissens durch den Sauerstoff- und Lichtkontakt, oder? Das sind ja Faktoren die man minimieren bzw ausschließen kann. Deswegen ja z.B. auch der Weg über den flüssigen Stickstoff, auf das der ganze Sauerstoff verschwinde.

@Hannibal: Die bewusste Verwässerung ist mir durchaus bewusst, aber die lässt sich ja auch anders als durch Eis erreichen. Gerade wenn das Eis nicht wie in der Gastronomie in Hülle und Fülle zur Verfügung steht und auch einen größeren Kostenfaktor darstellt. Den vermutlich ironisch gemeinten Hinweis auf Boilerman habe ich leider nicht verstanden.

Wie es scheint ist diese Idee so also erstmal schlecht umzusetzen. Für eine kurzfristige Umsetzung (am Abend zuvor) ist das Projekt aber auch zu gewagt, es wäre eben realistisch sich Sonntags hinzusetzen und abzufüllen um Abends seine 140 Flaschen fertig zu haben. Diese dann im Laufe der Woche einzusetzen (die Veranstaltung ist Wetterabhängig, deswegen die Variabilität). Bleiben wohl doch nur Kanister und Becher...

Ganz lieben Dank übrigens für die Antworten!
 
Die Boilerman Bar hat sich auf Highballs fokossiert.
Die sind klein, schnell gemacht und eben weil auch Zutaten vorbereitet werden. Zum Beispiel Basilikum"püree". http://www.youtube.com/watch?v=INfE49TKRTU
 
Ah, Wunderlampe an, alle Synapsen zeigen wieder in diesselbe Richtung. Danke für die Erklärung.

Aber stimmt, das wäre wohl die richtige Konsequenz aus den Ansprüchen; müsste man sehen ob wir als Team noch einen echten Kleinmischbetrieb dort aufgestellt bekommen...
 
Aber stimmt, das wäre wohl die richtige Konsequenz aus den Ansprüchen; müsste man sehen ob wir als Team noch einen echten Kleinmischbetrieb dort aufgestellt bekommen...
Das wäre die Lösung für dich, allerdings recht personalintensiv.
 
Nja wenn man das Angebot im Vorfeld beschränkt, wie es bei der Flaschenlösung auch vorgesehen wäre, bedarf es bei guter Vorbereitung auch nur einer schnellen Kraft. Die Menschen trinken trotzdem hauptsächlich Bier. Nun, wir werden eine Lösung finden oder von der Idee wieder Abstand nehmen bis wir mit einer echten mobilen Bar aufwarten können ;)

Soweit wäre das Thema dann durch.
 
Die Boilerman Bar hat sich auf Highballs fokossiert.
Die sind klein, schnell gemacht und eben weil auch Zutaten vorbereitet werden. Zum Beispiel Basilikum"püree". http://www.youtube.com/watch?v=INfE49TKRTU

Danke für den tollen link. Eben nachgemacht und als Limonade bzw. Mit Gin, wie im Video probiert. Echt toll. Das mache ich demnächst auf einer Party:))!

Gibt's noch mehr rezepte in solch einer Richtung?

Lg
 
Ich kann Erdbeer-Rosmarin-Sirup - als Grundlage - sehr empfehlen:
http://www.alittlebiteoflife.net/2010/07/strawberry-rosemary-lemonade.html

Das lässt sich gut vorbereiten, ist relativ hoch konzentriert (und erlaubt somit relativ viele Getränke) und es lässt sich daraus mit Soda ein erfrischender alkoholfreier Cocktail und mit Gin, Rum, Wodka, ... (und Soda, Tonic, ... ?!) ein einfacher Highball (?!) machen.

Überhaupt finde ich derzeit Sirups als Grundstoff gerade für alkoholfreie Cocktails sehr interessant, weil man damit weg von den typischen Multi-Frucht-Saft-Cocktails kommt, die man meist angeboten bekommt.

Eine gute Quelle für zahlreiche Sirups finde ich das hier:
http://www.imbibemagazine.com/How-to-Make-Simple-Syrups
 

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