Rum-Test in Cuba Libre

mo-thone

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Cuba Libra und die Rums...

Hallo zusammen...

Diesen Abend hab ich mir mal die Zeit genommen verschiedene Rum-Sorten im Cuba-Libre durchzutesten.

Das Rezept:
5,0cl Rum
2,0cl Zitronensaft
15cl Cola

Die verwendeten Rumsorten:
El Dorado White
Blue Bay
El Dorado Dark
Appleton Estate V/X
Old Monk
http://img251.imageshack.us/img251/686/dsc06777g.jpg

Das Ergebnis:


El Dorado White:
Als erstes war der El Dorado White an der Reihe. Ich muss sagen, der White ist sehr mild und man schmeckt ihn kaum heraus bei dem Mischverhältnis. Die Cuba-Libre ist sehr spritzig und die Zitrone tritt etwas in den Vordergrund. Dem White merkt man an, dass er relativ leicht ist im Geschmack. Eine Cuba-Libre mit dem White ist sicher gut für die Frauen und Mädels, doch mir dürstete nach mehr Aroma. ;)


Blue Bay:
Der Blue Bay macht das ganze in der Cuba-Libre schon besser. Er betont die Spritzigkeit der Cuba-Libre mit seiner fruchtigen Note und erstmals erkennt man, dass es nicht irgendein seichter Rum ist, sondern einer, mit einer gewissen fruchtigen Note von Lychee(ich hätte schwören können, dass es Johannesbeere ist, es ist aber Lychee ;) ). Der Blue Bay macht die Cuba-Libre zu einem frischen und doch recht aromatischen Getränk. Von der Fülle eines schweren Rums ist hier nichts zu spüren, es ist ein leichtes Getränk mit einem fruchtigem Abgang von Lychee. Sehr lecker.


El Dorado Dark:
Der El Dorado Dark ist von einem etwas anderem Kaliber, als die zuvor genannten. Er hat Aroma und gibt der Cuba-Libre einiges davon ab. Der Cocktail gewinnt an Gewicht, ist aber keinesfalls als schwer zu bezeichnen, eher mittelschwer. Die drei Komponenten harmonieren sehr gut, keine sticht besonders hervor oder ist zu schwach. Der Nachgeschmack fasst schön diese Aromen ein und macht die Cuba-Libre zu einem leicht gewürztem und doch sanftem Erlebnis. Vielleicht könnte er etwas mehr Kraft haben.
Nachtrag 10-08-2010:
Nach dem Genuss von der einen oder anderen Cuba-Libre wird mir mehr und mehr klar, dass der El Dorado, hier mein Favorit, etwas zu wenig Kraft hat. Die Cuba-Libre könnte etwas mehr Aroma vertragen. Ein Erhöhen des Anteils auf 6-7cl bringt auch nicht den erhofften Erfolg. Eventuell ist es eine Möglichkeit 50:50 mit dem V/X zu mischen... to be continued
Nachtrag 10-0-2010 Abends: ;)
Es hat sich als gute Idee erwiesen den El Dorado mit dem V/X zu kombinieren. Somit ist bei 3cl El Dorado und 2cl V/X eine super Cuba-Libre heraus gekommen. Eventuell kann man es auch andersherum machen, also 2:3, und so noch ein wenig mehr Aroma heraus holen. Das ist je nach Geschmack anpassbar. ^^


Appleton Estate V/X:
Nun kam der Hammer! Der Appleton V/X macht aus der bei den vorgenannten Rumsorten spritzigen bis leicht aromatischen Cuba-Libre einen Hammer, und einen schweren dazu. Das Aroma des V/X ist von Anfang an zu spüren und sehr angenehm. Der Cocktail ist nun nicht mehr leicht sondern vollmundig und kräftig. Zitrone und Cola geben dem Aroma des Rums etwas nach und lassen ihm Freiraum für sein Spiel. Der Abgang ist deutlich vom Aroma des Rums geprägt und es macht einfach Freude dies zu spüren. Das nenne ich eine kräftige Cuba-Libre!


Old Monk:
Der Old Monk ist wieder anders, wenn auch im Umfang vom Aroma dem V/X nicht unterlegen, aber eben anders. Meiner Meinung nach passt der Old Monk nicht so recht in eine Cuba-Libre. Der Rum an sich ist wie so oft ein Traum, doch eine Cuba-Libre hat einfach anders zu sein. Zum Geschmack als Cuba-Libre: Der Rum ist kräftig, von Anfang an herauszuschmecken und es ist angenehm ihn zu spüren. Zitrone und Cola sind vorhanden, doch wie schon beim V/X etwas in den Hintergrund getreten. Beim Abgang schmeckt man das ganze Aroma vom Old Monk.
Aber wie gesagt, der Old Monk passt nicht so recht ins Bild, ist einfach zu anders.


Fazit:
Die Favoriten sind der El Dorado Dark und der Appleton V/X! Je nachdem wie man es mag, eher sanft und leicht aromatisch oder vollmundig und vollaromatisch, sind dieses beiden die Wahl der Stunde.


Was noch offen ist, das ist ein Versuch mit dem Appleton Dark oder einem Havana Club 3 Jahre. Beide hab ich noch nicht hier, aber ich kenne jemanden, der sie da hat und mir sicher beim Testen hilft... ;)

Wie sind eure Erfahrungen mit den oben genannten Rumsorten in einer Cuba-Libre?
Und was mich noch mehr interessiert, welcher Rum ist hier noch besonders zu empfehlen und könnte somit auf meiner nächsten Einkaufstour mitbeschafft werden? ;)
 

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Ich liebe Gosling's Black Seal im Cuba Libre.

Warum hast du dich für zitrone und gegen Limette entschieden?
 
Tja, da hab ich mich wohl geirrt, denn bisher bin ich davon ausgegangen, dass Zitrone in die Cuba-Libre gehört nach folgender Art:

5,0cl Rum
2,0cl Zitronensaft
15cl Cola

Doch auf vielen englischen Seiten ist von Limette die Rede, in ähnlicher Anordnung. Ich werde gleich mal einen Test machen mit Limette anstelle Zitrone, die ist so oder so alle. ;)

In welche Richtung geht denn der Gosling's Black Seal? Ist der eher kräftig oder sanft?
Ich hab den Eindruck, dass in der Cuba-Libre eine gute Mischung aus Aroma und Feingefühl von der Rumseite her gefragt ist. Also so richtige Hammer weniger angebracht sind. Dafür hat aus meinen Rumsorten der El Dorado Dark das gewisse Händchen bewiesen.
Welcher Rum trifft denn etwa in diese Richtung, dass er aromatisch, aber dennoch sanft ist, also mittelkräftig...
Appleton Gold?
Appleton Dark?
HC 3?
Mount Gay XX?
 
Gosling's ist ein kräftiger Rum mit präsenter Bananenfrucht. Macht den CL extrem süffig und wie ich finde extrem köstlich.
 
Mal abgesehen, dass der Goslings ein Preisbrecher (im negativem Sinn ;) ) zu sein scheint klingt das sehr interessant. Ist süffig mit vollmundig gleichzusetzen?
Wenn der etwas kräftiger ist, dann wohl schon...
Eventuell investiere ich da ja mal nen 25er. ::)

Ich hab oben mal einen Nachtrag zum El Dorado hinein editiert.
 
Vollmundig - ja, aber auch einfach süffig im Sinne einer hervorragenden, entspannten Trinkbarkeit.

Wenn dir die jamaicanische Power eines Appleton V/X (bei der noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist) liegt könntest du auch mal Pussers versuchen.
 

Doch auf vielen englischen Seiten ist von Limette die Rede, in ähnlicher Anordnung. Ich werde gleich mal einen Test machen mit Limette anstelle Zitrone, die ist so oder so alle. ;)
[/quote]

In den meisten Fällen harmoniert Limette besser mit Rum als Zitrone - und in diesem Fall ist der Unterschied zwischen Rum-Cola und einem Cuba Libre auf jeden Fall die Limette. ;)


Also so richtige Hammer weniger angebracht sind.
[/quote]

Ehrlichgesagt mag ich den Cuba Libre absolut nicht (mit verschiedenen Colas und Rums durchprobiert), doch wenn, dann braucht man doch einen Rum mit deutlichem Eigengeschmack, um gegen die süße Cola anzukommen.
 
Oder einfach wenig Cola nehmen - ich hatte mal einen kollegen, der ca. 8 cl Goslings und einen guten Schuss Limette mit 1-2 cl Cola aufgoss.... Der Cuba Libre Old Fashioned ;)

Kann man mit einem selbst gemachten Colasirup gut auf die Spitze treiben....
 
Klar, der Rum muss einen Eigengeschmack haben, das bestreite ich nicht. ;)
Nur sollte der nicht zu einnehmend sein nach meinem Empfinden. Es sollte schon noch etwas vom Rest erkennbar sein und das Bild sollte eben harmonisch sein. Und da finde ich den El Dorado Dark jetzt doch zu schwach auf der Brust... Die Steigerung vom White und dem Blue Bay war vorhanden und schön, doch da geht noch mehr. :D

Ich teste jetzt mal eine Cuba-Libre in folgender Konstellation:
3,0cl Rum El Dorado
2,0cl Rum Appleton V/X
2,0cl Limettensaft
15cl Cola

Das könnte ein gutes Ergebnis werden.

@ crackone
OK, das ist natürlich harter Tobak von deinem Kollegen. ^-^
Wobei ich nicht denke, dass es dem El Dorado Dark ganz allein gelingt dadurch mehr Aroma zu entfalten.
 
Fazit des oben genannten Tests:

Sehr gut! Nicht ganz so fett und voll wie ein V/X allein, aber auf jeden Fall deutlich stärker als der El Dorado Dark allein. ^^
Ich denke so kann das was werden...
 

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