Bier aus der Flasche - Kutur oder Unkultur?

Kuglblitz

Neues Mitglied
Ich oute mich hier mal als einsamer Verfechter der Glaskultur beim Bier.
Bier ist mE viel zu gut, um es als Fastfood direkt aus der Flasche zu trinken, leider hat sich diese Unkultur inzwischen auch in sehr guten Lokalen oder Bars eingenistet. Bei Wein wÀre es undenkbar, bei Bier ist es inzwischen fast die Regel. Traurig...
 

meoled

aktives Mitglied
Zu Hause mit Freunden ist mE gegen die Flasche nichts einzuwenden. In Lokalen ist das aber wirklich unangebracht. Vor allem in Restaurants, wobei ich sagen muss, dass mir das noch nie untergekommen ist. In Clubs ist es ja durchaus ĂŒblich ein Corona mit Limettenscheibe in der Flasche zu reichen; da ich aber nicht viel in Clubs unterwegs bin, bin ich mit dieser Unsitte nicht wirklich konfrontiert :)


MfG
 

Kuglblitz

Neues Mitglied
Abgesehen von der mangelnden Glaskultur:
Um Bier haltbar zu machen wird ja beim AbfĂŒllen zusĂ€tzlich KohlensĂ€ure in die Flasche gepresst. Wird das Bier richtig und langsam eingeschenkt oder gezapft, wird die KohlensĂ€ure wieder frei und das Bier wird wieder natĂŒrlich mild bzw. bekommt seinen schönen Schaum. Die ganzen Dinge wie Sparkling etc. sind ja nur MarketingschmĂ€hs.

Wenn wir also bei Cocktails auf kleinste Details Wert gelegt wird: richtiges Glas, schöner Schaum etwa bei Silver Fizzes, richtig Temperatur, abgestimmte KohlensĂ€ure bei Fizzes, Duft, GefĂŒhl der Lippen beim ersten Schluck etc. - warum dann bei Bieren komplett darauf verzichten?
 

crackone

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Ist fĂŒr mich ein wenig eine Charakterfrage. Ein Craft Beer / besonderes Bier / wieauchimmer-Bier wĂŒrde ich immer aus einem schönen Glas trinken. Mit genug Raum fĂŒr die Entfaltung einer Nase, mit Zeit usw.

Aber z.B. ein Feierabendbier, das primĂ€r erfrischen soll, nehme ich auch gerne aus der Flasche. Reicht dann auch so - Trinken muss nicht immer zur Wissenschaft stilisiert werden. Manchmal ist es das Beste, einfach ein Bier aus der Flasche zu trinken und nicht weiter darĂŒber nachzudenken....
 

Metalking

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Ich bin absolutes Kolbenkind.
Trinke nur wenige Biere gezpaft lieber und prÀferiere in nahezu allen FÀllen die Flasche.
Liegt auch daran, dass die wenigsten Menschen fÀhig sind, ein Bier perfekt zu zapfen (ich inklusive).
Die Jungs aus der Raclette Bar sind da fĂŒr mich die Könige...noch nie so ein gut gezapftes Bier wie dort getrunken.
 

grgraf

Neues Mitglied

Ist fĂŒr mich ein wenig eine Charakterfrage. Ein Craft Beer / besonderes Bier / wieauchimmer-Bier wĂŒrde ich immer aus einem schönen Glas trinken. Mit genug Raum fĂŒr die Entfaltung einer Nase, mit Zeit usw.

Aber z.B. ein Feierabendbier, das primĂ€r erfrischen soll, nehme ich auch gerne aus der Flasche. Reicht dann auch so - Trinken muss nicht immer zur Wissenschaft stilisiert werden. Manchmal ist es das Beste, einfach ein Bier aus der Flasche zu trinken und nicht weiter darĂŒber nachzudenken....

Signed. Es kommt auf das Bier und die Gelegenheit dan. IMHO wĂ€re es Verschwendung ein gutes Craft Bier mit einer tollen Hopfenblume aus der Flasche zu trinken. Selbstgebrautes Bier trinke ich ohnehin aus dem Glas, um das Hefesediment nicht vom Flaschenboden aufzuwirbeln. Aber beim Fußballabend "mit Niveau" und entsprechendem Bier muss das nicht unbedingt sein ;).
 

Kuglblitz

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Ich kann mich als Kind noch gut erinnern, dass krĂ€ftige Kerle auf Baustellen Bier aus der Flasche tranken, dass dies zugleich aber der einzige Ort war, wo dies so praktiziert wurde. Überall sonst war das Glas Pflicht.

Inzwischen hat sich dies verschoben, gleichzeitig ist aber - zumindest hier in Österreich - die QualitĂ€t vieler Bieres als AlltagsgetrĂ€nk gesunken. Zugleich stiegen aber offensichtlich die Marketingbudgets, denn Bier wurde nicht nur erheblich teurer, sondern auch viel intensiver beworben.
Und so wurde es auch "cool", Bier aus Flaschen zu trinken, wobei - praktischer Nebeneffekt fĂŒr die Brauereikonzerne - die QualitĂ€tsmĂ€ngel viel weniger auffielen. Betriebswirtschaftlich betrachtet also ein voller Erfolg.

Dennoch: Bier ist mE ebenso wenig ein FlaschengetrĂ€nk wie Wein, und es so in einer guten Bar zu servieren oder zu trinken halte ich fĂŒr eine populistische Geschmacksverirrung.
 

Hook4h

Neues Mitglied
Ich kann mich als Kind noch gut erinnern, dass krĂ€ftige Kerle auf Baustellen Bier aus der Flasche tranken, dass dies zugleich aber der einzige Ort war, wo dies so praktiziert wurde. Überall sonst war das Glas Pflicht.

Inzwischen hat sich dies verschoben, gleichzeitig ist aber - zumindest hier in Österreich - die QualitĂ€t vieler Bieres als AlltagsgetrĂ€nk gesunken. Zugleich stiegen aber offensichtlich die Marketingbudgets, denn Bier wurde nicht nur erheblich teurer, sondern auch viel intensiver beworben.
Und so wurde es auch "cool", Bier aus Flaschen zu trinken, wobei - praktischer Nebeneffekt fĂŒr die Brauereikonzerne - die QualitĂ€tsmĂ€ngel viel weniger auffielen. Betriebswirtschaftlich betrachtet also ein voller Erfolg.

Dennoch: Bier ist mE ebenso wenig ein FlaschengetrĂ€nk wie Wein, und es so in einer guten Bar zu servieren oder zu trinken halte ich fĂŒr eine populistische Geschmacksverirrung.


Man kann auch ĂŒbertreiben. FĂŒr mich zumindest ist Bier ein ErfrischungsgetrĂ€nk, ein Durstlöscher und viel alltĂ€glicher als z.B. ein Cocktail. Im Restaurant trinke ich ein Bier auch im Glas, Weißbier z.B immer. Dennoch schĂ€tze ich es ungemein beim Grillen, Fussballschauen etc mit freunden ein Helles aus der Flasche zu trinken. FĂŒr mich hat das neben der meiner Meinung nach besseren KĂŒhlwirkung auch einen Geselligkeitswert.
Dieses Brimborium um Bier ĂŒberhaupt geht mir sogar langsam auf den Zeiger. Ich bin leidenschaftlicher Biertrinker, finde aber, dass man ein Bier nicht sezieren sollte, wie man es gerne bei einem Cocktail tut. Wenn ich von crafted beer lese, stellen sich mir die Haare zu Berge. Handwerk sollte hinter jedem Bier stecken; neue Aromahopfen und Bier das nach Ananas oder Whiskey schmeckt sind fĂŒr mich als Franken allerdings daneben. Werde ich im Leben nie trinken, denn ich finde der Zauber eines guten Bieres liegt in seiner Einfachheit. Bin da bestimmt auch etwas beeinflusst durch Ă€ltere Generationen, aber das ist eben meine Einstellung zum Bier.
 

Metalking

Neues Mitglied
Dass die bierqualitaet sinkt halte ich fuer schwachsinn.
Ich kann gar nicht soviel bier trinken wie es fantastische produkte gibt.
Habe zum spass gerade wieder den vergleich gemacht. Meckatzer und
Tannenzaepfle je aus flasche und glas. Minimalste unterschiede...
Auf jeden fall keine geschmackserweiternde oder optimierende effekte.
Ich bin mir sicher dass das auf 95% der flaschen produkte zutrifft.
 

Arnachie

Neues Mitglied
Ja also ich habe Bier vor allem als FlaschengetrĂ€nk kennengelernt. Wobei es da große Unterschiede gibt. Die Tschechen mit denen ich gesprochen habe, können es schier gar nicht verstehen, dass man in der Kneipe Bier in der Flasche kriegt (das kann man sich ja dann auch zuhause kaufen). Aber die haben auch eine Kneipenkultur, die deutlich anders ist als hierzulande.
Ich finde ja es gibt nicht tolleres als das gute Ploppen eines Flens', aber ich bevorzuge ja auch die norddeutschen Biere.
Und ich finde manche Biere und zu manchen Gelegenheiten sollte man ausschließlich aus der Flasche trinken. Bei anderen bevorzuge ich einen Steinkrug. Kommt halt auch drauf an, ob es im Sitzen oder im Stehen getrunken wird. Und da die meisten Kneipen in Heidelberg eh kaum Sitzgelegenheiten haben bzw. diese stĂ€ndig belegt sind, ist dort ein Flaschenbier völlig ok.
Also mein Fazit: hat nichts mit Sitte oder Unsitte zu tun, sondern mit der Gelegenheit. Es lohnt sich nicht daraus eine Grundsatzfrage zu machen.
 

hannibal-007

Neues Mitglied

Ihr unterscheidet zwischen gezapft (dadurch logischerweise im Glas) und aus der Flasche trinken.
Man kann auch eine Flasche Bier in ein Glas fĂŒllen.

Wenn jemand meint, dass es fĂŒr ihn grad praktischer und angenehmer ist (z.B. unterwegs) es aus der Flasche zu trinken,
dann ist das absolut legitim, dann gerÀt allerdings das GetrÀnk und damit auch der Genuss eher in den Hintergrund. Dann ist es Beiwerk. Absolut legitim, aber eben etwas völlig anderes, als was hier im Forum hochgehalten wird: Der Genuss.

Die Frage ob ein Bier gezapt aus dem Fass oder aus der Flasche unterschiedlich besser schmeckt und ob man das ĂŒberhaupt generalisieren kann, kann man gerne unter dem Genussaspekt diskutieren. Aber bitte nicht die Frage ob man aus der Flasche trinken sollte. Das ist keine Genussfrage.

Ich muss Kuglblitz insofern zustimmen, dass es mittlerweile viele Biere, wie Becks gibt, die fast keinen Geschmack haben und in Massen getrunken werden können. Die Auswahl an anderen Bieren ist jedoch riesig, wenn auch die VerfĂŒgbarkeit regional sehr unterschiedlich ist.
 

crackone

Neues Mitglied
Bier aus der Flasche kann eine GefĂŒhlsfrage sein. Und damit eindeutig auch den Genuss tangieren!
 

Freshman

aktives Mitglied
Bier aus der Flasche kann eine GefĂŒhlsfrage sein. Und damit eindeutig auch den Genuss tangieren!
Emotionen und Geschmacksempfinden, das wĂ€re doch ein interessantes Thema zum darĂŒber referieren, wie sie einander beinflussen. Heisst ja, wer verliebt ist versalzt Speisen. ZurĂŒck zum Thema, mein Beitrag zur Diskussion: Ich trinke kein Bier ;D
 

Mix it Baby

Neues Mitglied
Es gibt nur eine Ausnahme, bei der ich ein Bier aus der Flasche trinke: Im Garten beim Grillen. Ansonsten ist ein Glas Pflicht. Die Braumeister investieren so viel Energie in ihr Bier, da will es auch in GĂ€nze sehen und nicht nur durch die dunkle Flasche schmecken. Und der Anblick der aufsteigenden KohlensĂ€ure trĂ€gt fĂŒr mich auch zur Erfrischung bei.
 

hannibal-007

Neues Mitglied
Astra Urtyp - "Mit viel Liebe gebraut"
http://www.astra-bier.de/de/astra.html
;)
 

wizzard

Neues Mitglied
Es wurde ja schon viel richtiges gesagt. Ich tendiere durchaus dazu, ein Glas zum Bier zu bestellen, auch wenn es in der Flasche verkauft wird. Zum Feierabend trinke ich es dann doch lieber aus der Flasche - auch ein tolles schottisches Punk IPA.
Es ist wohl Ă€hnlich wie bei Wein und Champagner: oft möchte ich die volle Geschmacksdröhnung, dann muss ein entsprechendes Glas her. Trotzdem hatte ich wahnsinnig viel Spaß mit Wein aus der Flasche nachts unterm Eifelturm und bei unvergesslichen Feiern kam der Champagner auch oft direkt aus der Flasche.
 
A

Arikael

Gast
Ist es nicht ein wenig ĂŒbertrieben jedes GetrĂ€nk zur Wissenschaft zu Erheben?
Sind wir doch ehrlich: Gerade das 0815 Pils/Lagerbier kann man doch trinken wie man will. Dose, Flasche, Glas, es soll niemand behaupten, dass er das Pils seines exquisiten Geschmackes wegen trinkt.
Mein Pils trink aus dem BehÀltnis was gerade zur Hand ist (und ganz ehrlich lieber aus der Flasche als aus dem Glas).
Und mit Liebe ist das Zeugs sowieso nicht gebraut. Weder Becks noch Heineken (ok, die beiden zÀhlen auch nicht als Bier), noch sonst eines der Grossen Biere.

Bei speziellerem Bier trinke ich gerne aus dem Glas. Meist wird das aber sowieso im Glas serviert.

Fazit: "Normales" Bier gehört in die Dose oder die Flasche :p
 

dadid123

aktives Mitglied
Ist es nicht ein wenig ĂŒbertrieben jedes GetrĂ€nk zur Wissenschaft zu Erheben?
...

Zustimmung, es kommt wie bei den meisten Dingen im Leben immer auf die Situation darauf an.

Ich habe Bier in Mexiko in einem Speiserestaurant aus der Flasche getrunken weil alle das so getan haben, ich habe heute Abend vor dem Abendessen in der KĂŒche bei meinem Sohn Bier aus der Flasche getrunken weil es adequat war und jetzt sitze ich zuhause vor meinem Laptop und trinke Bier aus einem Steinkrug. Ich habe auch in China in einem Speiserestaurant Bier aus einem Glas getrunken wĂ€hrend ein anderer Gast in Ermagelung eines Spucknapfs auf den Teppichboden gespuckt hat.

Worauf kommt es an, auf das Glas, den Inhalt oder das Ambiente? ;)
 

Alchemyst

aktives Mitglied
Interessante Fragestellung Kuglblitz. - Mich wĂŒrde deine Beobachtung auch stören.
Aber....


Bier aus der Flasche kann eine GefĂŒhlsfrage sein. Und damit eindeutig auch den Genuss tangieren!
[/quote]

Ganz genau. Die GefĂŒhlslage beeinflusst den Genuss.

Ich denke es gibt zum einen im kulinarischen Bereich einen objektiven Bereich, ein falsch oder richtig
(Sekt in der Sektschale : falsch, aus einem hohen, schlanken Glas: richtig )
und einen subjektiven Bereich, der Dinge als gut oder schlecht, passend oder unpassend betrachtet.
In verschiedenen kulturellen ZusammenhÀngen (Hochkultur, Subkultur) kann man solche Fragen unterschiedlich beantworten.

Ich trinke kein Bier, wĂŒrde mich aber vermutlich immer fĂŒr ein Glas entscheiden - doch das liegt an meiner kulturellen Sozialisation.
Klassik oder Rock'n'Roll?, Sekt oder Selters?, Lackschuh oder Sneakers? - Da geht es um Vor-lieben.
Die Beantwortung dieser Fragen berĂŒhrt das GefĂŒhl, das LebensgefĂŒhl
und hat damit Einfluss auf das Àsthetische Erleben, auf den Genuss.
und werden oft situations-und zeitbedingt beantwortet:


Aber z.B. ein Feierabendbier, das primÀr erfrischen soll, nehme ich auch gerne aus der Flasche. Reicht dann auch so
[/quote]
 

Kuglblitz

Neues Mitglied
Ich denke , wir sollten hier zwei Punkte trennen:

1. den persönlichen Genuss. Dieser ist, wie der Name schon sagt, persönlicher Natur. Wenn jemand also meist, dass ihm Bier aus der Flasche besser schmeckt, ist dagegen nichts einzuwenden.

2. der Genuss - und darum geht es mir hier eigentlich - im Umfeld eines guten Restaurants oder einer guten Bar.
Dazu zwei Beispiele. Ein schönes Restaurant im Burgenland. Gutes Essen, guter Wein, guter Service. Neben uns ein Herr, der das Glas leer lÀsst, und sein Bier gleich direkt aus der Flasche nuckelt. Eine sehr gute Bar in Wien: exzellenter Drink, feine Glaskultur. Daneben eine Gruppe, die Bier aus Flaschen trinkt.
Gut, könnte mir egal sein, ist es aber nicht. Denn genauso wie es Messer und Gabel gibt oder wie manche gute Locations eine Garderobe oder gar einen Dresscode haben, sollte es mE dort, wo GetrÀnke aufwÀndig zubereitet werden oder wo Wein gut und teuer ist, auch eine Kultur des Biertrinkens geben.
Wir wehren und zu Recht gegen Fast Food, haben hier einen fast missionarischen Eifer, Leute von Billigspirituosen wegzubringen, fĂŒhren nerdige Diskussionen ĂŒber die richtigen EiswĂŒrfel, beim Bier ist uns aber aber das alles egal?
 

Alchemyst

aktives Mitglied
Es geht dir also um die (Trink)-Kultur, auf die Einigung auf Standards, auf verbindliche Codes, richtig?
 

crackone

Neues Mitglied
Ich habe gar nicht den Eindruck, dass hier allen alles egal ist. Ich habe differenzierte Meinungen und Antworten auf deinen Initialbeitrag gelesen - keineswegs Aussagen wie 'alles lax'.

Bier unterscheidet sich von Wein als KulturgetrĂ€nk. Beide sind unterschiedlich. Bier schmeckt im Gegensatz zu Wein allerdings auch aus der Flasche. Und warum sollte man an solche Dinge immer dogmatisch-reglementierend herangehen statt individuell und frei? In einem guten Restaurant wĂŒrde ich mein Bier auch immer aus dem Glas trinken. Aber wer sich in einer Bar, möglicherweise stehend, mit dem Bier aus der Flasche wohler fĂŒhlt - warum nicht? Dem den Stempel der kulinarischen Barbarei aufzudrĂŒcken, halte ich fĂŒr nicht notwendig.

Diese Diskussion touchiert die Frage nach - mE durchaus typisch deutschem - Totreglementieren des Genusses. Am Ende gilt es, so viele sichtbare und unsichtbare Regeln zu beachten, dass entspannter Genuss gar nicht mehr möglich ist. Der Grund, warum sich viele, gerade junge Leute, nicht trauen, in Sternerestaurants zu gehen.

Biergenuss aus der Flasche mit Essen ohne Messer und Gabel in guten Restaurants gleichzusetzen, empfinde ich persönlich als ĂŒbertrieben. ME sollte man den Leuten ihren Genussmoment genau so ĂŒberlassen, wie er fĂŒr sie passt. Ein perfekter Old Fashioned mit hastenichtgesehen und tausend Grad kaltem Eis kann fĂŒr viele hier - mich eingeschlossen - manchmal eine ErfĂŒllung sein. FĂŒr andere Leute ist es aber ein anderes GetrĂ€nk mit weniger Brimborium und anderen Geschichten. Das Trinken immer zu zerdenken tut dem Genießen irgendwann einen Abbruch. Zum Genuss gehört es, FĂŒnfe gerade sein lassen zu können und jedem seinen individuellen Genussmoment zubilligen zu können. Anderer Menschen Geschmack und den Weg dazu zu bewerten, halte ich fĂŒr den falschen Weg.
 

Milchplus

Neues Mitglied

Zum Genuss gehört es, jedem seinen individuellen Genussmoment zubilligen zu können. Anderer Menschen Geschmack und den Weg dazu zu bewerten, halte ich fĂŒr den falschen Weg.
[/quote]

...genau. Und daher ist die Zweiteilung von


1. dem persönlichen Genuss

und

2. dem Genuss - und darum geht es mir hier eigentlich - im Umfeld eines guten Restaurants oder einer guten Bar.
[/quote]

hinfÀllig.

Genuss entsteht erst durch persönliche Vorlieben. SelbstverstĂ€ndlich ist er damit auch kontextabhĂ€ngig, aber was in welchem Kontext als genussvoll empfunden wird, ist wieder subjektive Ermessenssache. Manieren und kulinarische Gepflogenheiten mögen ein Kulturgut sein, aber sie ĂŒberschneiden sich nur bedingt mit dem Genuss. Selbst das Brechen dieser Regeln kann als genussvoll empfunden werden.

Mit dem Vokabular der Ausgangsfrage, Kultur und Unkultur, tue ich mich allerdings Ă€hnlich schwer. Da klingen nicht nur die fragwĂŒrdigen GegensĂ€tze von Zivilisation und Kultur, sondern auch die ĂŒberholte Trennung von Hoch- und Subkultur an.

Fruchtbare Ergebnisse könnte die Diskussion also einzig hier liefern...


Ich denke es gibt zum einen im kulinarischen Bereich einen objektiven Bereich, ein falsch oder richtig
(Sekt in der Sektschale : falsch, aus einem hohen, schlanken Glas: richtig )
[/quote]

...wenn man also versucht, auf gustatorischer, olfaktorischer oder meinetwegen auch haptischer Ebene Unterschiede auszumachen.
 

Kuglblitz

Neues Mitglied
Ich weiß, ich nehme hier eine vermeintlich recht konservative, vielleicht auch bildungsbĂŒrgerliche Haltung ein. Da muss ich jetzt durch. ;D

Mir geht's aber nicht nur um die rein persönliche oder objektivierend geschmackliche Frage, sondern um den Kontext, in dem sich beide begegnen. Dass Bier ein herrliches GetrĂ€nk sein kann, das man mit guten Weinen oder Cocktails vergleichen kann, darĂŒber sind wie uns wohl ebenso einig wie darĂŒber, dass Bier auch ein einfacher guter Durstlöscher ist. Im Grunde genommen also ein UniversalgetrĂ€nk. Und dass Bier aus der Flasche getrunken nicht jene QualitĂ€t in der Rezeption entfachen kann wie wenn es gut gezapft oder eingeschenkt wird, wohl auch.

Mir geht es primĂ€r um die Bewusstmachung, dass wir uns es praktisch flĂ€chendeckend angewöhnt haben, ein GetrĂ€nk im Grunde genommen falsch zu trinken (das primĂ€re Argument mit der KohlensĂ€ure s.o.), dass die Industrie dies zusĂ€tzlich unterstĂŒtzt und dass dies praktisch nicht hinterfragt wird. Bier wird so zum Fast Food der Bar, zum gedankenlos konsumierten LeichtgetrĂ€nk, und das finde ich einfach schade.

Und weil geschrieben wurde, dass das Brechen von Regeln selbst als genussvoll empfunden werden kann: Ich gehöre zu jenen Menschen, die, wo immer es geht, Bier langsam ins Glas einschenken, den Schaum sich setzen lassen und erst dann trinken. Dass ich da schon manchmal dafĂŒr belĂ€chelt werde oder mich vor Kellnern ("Wozu denn ein Glas?") rechtfertigen musste, damit kann ich gut leben. Und so manch schöne Diskussion ĂŒber Bier hat sich ja auch ĂŒber diese Regelbrechung entwickelt.
 

hannibal-007

Neues Mitglied

Mir geht es primĂ€r um die Bewusstmachung, dass wir uns es praktisch flĂ€chendeckend angewöhnt haben, ein GetrĂ€nk im Grunde genommen falsch zu trinken (das primĂ€re Argument mit der KohlensĂ€ure s.o.), dass die Industrie dies zusĂ€tzlich unterstĂŒtzt und dass dies praktisch nicht hinterfragt wird. Bier wird so zum Fast Food der Bar, zum gedankenlos konsumierten LeichtgetrĂ€nk, und das finde ich einfach schade.
[/quote]

Woher nimmst du die Annahme, dass das falsch sei? Wenn das fĂŒr dich selbst so ist, dann okay, aber das kannst du nicht verallgemeinern.
Siehe:

Bier schmeckt im Gegensatz zu Wein allerdings auch aus der Flasche. Und warum sollte man an solche Dinge immer dogmatisch-reglementierend herangehen statt individuell und frei? In einem guten Restaurant wĂŒrde ich mein Bier auch immer aus dem Glas trinken. Aber wer sich in einer Bar, möglicherweise stehend, mit dem Bier aus der Flasche wohler fĂŒhlt - warum nicht? Dem den Stempel der kulinarischen Barbarei aufzudrĂŒcken, halte ich fĂŒr nicht notwendig.
[/quote]

Die Annahme, dass flĂ€chendeckend aus der Flasche getrunken wird, halte ich außerdem fĂŒr sehr subjektiv. Vermutlich lassen sich typische Situationen herausfiltern, wo das so ist (Jahrmarkt oder so, aber selbst da findet man GlĂ€ser). Verallgemeinern kann man es nicht.
 

Kuglblitz

Neues Mitglied
Woher nimmst du die Annahme, dass das falsch sei? Wenn das fĂŒr dich selbst so ist, dann okay, aber das kannst du nicht verallgemeinern.

Da Bier, um es in der Flasche lĂ€nger haltbar zu manchen, zusĂ€tzlich mit KohlensĂ€ure versetzt wird. Richtig eingeschenkt wird diese KohlensĂ€ure wieder frei und das Bier gewinnt wieder seine natĂŒrliche Balance. Am besten einfach selber testen, wobei viele Leute leider auch nicht wissen, wie man ein Bier richtig einschenkt.

Und es steht wohl außer Frage, dass man aus einem Glas Aromen etc. besser wahrnimmt als aus der Flasche.
Vielleicht wird in Zukunft ja auch Champagner (oder dann wohl eher) Frizzante aus der Flasche getrunken. Wundern wĂŒrde es mich nicht.
 

oscomp

aktives Mitglied
Vielleicht wird in Zukunft ja auch Champagner (oder dann wohl eher) Frizzante aus der Flasche getrunken. Wundern wĂŒrde es mich nicht.
Alles bereits RealitÀt. Kommt halt -wie gesagt- nur auf den Moment und die Stimmung an ;)
 

hannibal-007

Neues Mitglied


Woher nimmst du die Annahme, dass das falsch sei? Wenn das fĂŒr dich selbst so ist, dann okay, aber das kannst du nicht verallgemeinern.
[/quote]

Da Bier, um es in der Flasche lĂ€nger haltbar zu manchen, zusĂ€tzlich mit KohlensĂ€ure versetzt wird. Richtig eingeschenkt wird diese KohlensĂ€ure wieder frei und das Bier gewinnt wieder seine natĂŒrliche Balance. Am besten einfach selber testen, wobei viele Leute leider auch nicht wissen, wie man ein Bier richtig einschenkt.

Und es steht wohl außer Frage, dass man aus einem Glas Aromen etc. besser wahrnimmt als aus der Flasche.
Vielleicht wird in Zukunft ja auch Champagner (oder dann wohl eher) Frizzante aus der Flasche getrunken. Wundern wĂŒrde es mich nicht.
[/quote]

Genuss ist nicht gleichzusetzen mit der maximalen Herausarbeitung von Aromen. Das kann es sei, muss es aber nicht.
 

Kuglblitz

Neues Mitglied
Genuss ist nicht gleichzusetzen mit der maximalen Herausarbeitung von Aromen. Das kann es sei, muss es aber nicht.

Wir bewegen uns hier langsam auf jene Stufe der Diskussion zu, wo uns im Grunde genommen nur mehr wahrnehmungspsychologische und philosophisch-Ă€sthetische Argumente weiterbringen. Denn wenn Genuss wirklich nur eine persönliche Kategorie bar jeder Erfahrung, jeder gewachsenen Tradition oder jeder sie umgebenden Kultur ist, warum dann ĂŒberhaupt dieses Forum?

Ist es dann nicht so, dass jene, die bereits viel Erfahrung besitzen und die Zeit, Disziplin und Muße hatten, ihren Geschmack zu schulen und zu erweitern, hier nutzlos wĂ€ren, da jene, die Saftcocktails mir kĂŒnstlichen Aromen runterschĂŒtten, genauso viel zu sagen hĂ€tten, wenn sie nur behaupten, es wĂŒrde ihnen schmecken? Welche Argumente gegen unser beliebtes Horrortrio Bacardi, Pitu und Sierra gĂ€be es dann, zudem alle drei ja Bestseller sind und damit wohl sehr vielen Leuten Genuss bereiten.

Nein, so einfach ist es bestimmt nicht, da nur: "Schmeckt mir halt" eine rein statische Aussage ist, die jede Form von kulturellem Kontext, persönlichen Lernprozessen und vor allem den Grad der Rezeption komplett ausschließt. Wir Menschen leben jedoch nicht als einsame Monaden, sondern sind als Gruppe enorm vielen zumeist unbewussten EinflĂŒssen ausgesetzt, die uns und unseren Geschmack prĂ€gen. Und diesen zu hinterfragen und zu erweitern ist etwas, das mE weit mehr Genuss bereiten kann, als nur der passive Konsum.
 

hannibal-007

Neues Mitglied
warum dann ĂŒberhaupt dieses Forum?
Weil wir Nerds sind, weil wir Spaß haben es auf die Spitze zu treiben....aber wir sind nicht die Welt. Wir leben vil in unserer eigenen Welt, aber wir können nicht der Welt vorschreiben, was als wichtig zu empfinden ist. Wir können unseren Stil leben und zeigen, mehr aber auch nicht!

Wenn wir mal im Bereich Genuss bleiben:
Unterhalte dich mal mit nem Kaffeenerd. Nach deiner Argumentation mĂŒsste er dich in Grund und Boden reden, weil du keine SiebtrĂ€ger und MĂŒhle fĂŒr 3000 Euro zu hause stehen hast. Weil du nicht die Cantuccini fĂŒr 50 Euro pro kg zu Hause hast. Weil du nicht den Nerdkaffee direkt zu hause röstest und genau in dem Moment zubereitet, wo der Kaffee auf der Höhe ist. Er weiss ja was richtig und was falsch ist.
Unterhalte dich mal mit nem Akkustiknerd, der dir von RöhrenverstÀrkern als die Heilsbringer der Nation erzÀhlt.
Unterhalte dich mal mit nem Fotografienerd, der bessere Bilder macht als der Fotograf, der 500 Euro die Stunde kostet

Jeder hat das Recht sich fĂŒr das zu interessieren was er fĂŒr wichtig hĂ€lt, aber niemand hat das Recht es einem vorzuschreiben.
Lebe es, zeige es, aber bitte sage niemanden, was er zu tun hat.

Sorry, musste raus.
 

Milchplus

Neues Mitglied
Edit: Wem das zu viel Text ist – Hannibal hat die gleiche Aussage etwas kĂŒrzer verpackt. ;D


Denn wenn Genuss wirklich nur eine persönliche Kategorie bar jeder Erfahrung, jeder gewachsenen Tradition oder jeder sie umgebenden Kultur ist...
[/quote]

Wer hat das behauptet?


Genuss entsteht erst durch persönliche Vorlieben. SelbstverstÀndlich ist er damit auch kontextabhÀngig, aber was in welchem Kontext als genussvoll empfunden wird, ist wieder subjektive Ermessenssache.
[/quote]


Ist es dann nicht so, dass jene, die bereits viel Erfahrung besitzen und die Zeit, Disziplin und Muße hatten, ihren Geschmack zu schulen und zu erweitern, hier nutzlos wĂ€ren,
[/quote]

Nein, denn sie schulen ihren Geschmack, um die Art und Weise, in der sie subjektiv genießen, zu steigern.


Welche Argumente gegen unser beliebtes Horrortrio Bacardi, Pitu und Sierra gÀbe es dann, zudem alle drei ja Bestseller sind und damit wohl sehr vielen Leuten Genuss bereiten.
[/quote]

Argumentieren kann man hier nur anhand von Idealen, die entweder bereits geteilt werden oder nicht (Handwerk, Nachhaltigkeit, NatĂŒrlichkeit etc.). Zu meinen, es gebe im Bereich Geschmack selbst objektive Grundlagen zur Argumentation, halte ich fĂŒr illusorisch.


Nein, so einfach ist es bestimmt nicht, da nur: "Schmeckt mir halt" eine rein statische Aussage ist, die jede Form von kulturellem Kontext, persönlichen Lernprozessen und vor allem den Grad der Rezeption komplett ausschließt.
[/quote]

Das verstehe ich nicht. Die Aussage sagt selbstverstĂ€ndlich nur aus, dass es jemandem schmeckt. Wie soll diese Aussage auch Auskunft ĂŒber Sozialisierung etc. geben können? Zu kritisieren wĂ€re diese Aussage nur, wenn man zudem festlegt, dass es keinerlei BegrĂŒndung fĂŒr sie geben kann. Kulturelle Lernprozesse fließen erst bei der BegrĂŒndung der Aussage ein, aber mĂŒssen doch nicht in der Aussage enthalten sein. ???


Wir Menschen leben jedoch nicht als einsame Monaden, sondern sind als Gruppe enorm vielen zumeist unbewussten EinflĂŒssen ausgesetzt, die uns und unseren Geschmack prĂ€gen.
[/quote]

Genau, aber ein anderer Mensch wird eben von seinen EinflĂŒssen, auf seine Weise geprĂ€gt und entwickelt an anderen Dingen Genuss.


Und diesen zu hinterfragen und zu erweitern ist etwas, das mE weit mehr Genuss bereiten kann, als nur der passive Konsum.
[/quote]

Die Unterscheidung zwischen dem feingeistigen Genuss und dem passiven Konsum halte ich fĂŒr ein banales Klischee. Die Graustufen wĂ€ren schon auf das Thema 'Trinken' bezogen unzĂ€hlig. Betrachtet man aber die Vielzahl der Bereiche, in denen Genuss stattfinden kann, wird sie absurd. Es gibt Menschen, die echten Genuss beim Lösen mathematischer Probleme empfinden können, die die Schönheit von Formeln wahrnehmen. Ich gehöre nicht dazu. Ich kann einen guten Whisky genießen – der Mathematiker vielleicht nicht. Aber das hebt doch nicht meine Form des Genusses ĂŒber seine, nur weil die Kulinarik zufĂ€llig als Genussbereich etablierter ist.


Wir bewegen uns hier langsam auf jene Stufe der Diskussion zu, wo uns im Grunde genommen nur mehr wahrnehmungspsychologische und philosophisch-Ă€sthetische Argumente weiterbringen.
[/quote]

...warum eigentlich nicht? ;D

Abschließend:
"Über Geschmack lĂ€sst sich nicht streiten" – das Sprichwort dĂŒrfte bekannt sein. Der schönere Satz stammt aber von Nietzsche:
"Und ihr sagt mir, Freunde, dass nicht zu streiten sei ĂŒber Geschmack und Schmecken? Aber alles Leben ist Streit um Geschmack und Schmecken!"

Beide Auffassungen aber zeigen, wie absurd ein objektives Urteil in diesem relativen Bereich sein mĂŒsste.

 

Kuglblitz

Neues Mitglied
Ich alleine gegen das Forum, das hat was. ;D

Wenn wir mal im Bereich Genuss bleiben:
Unterhalte dich mal mit nem Kaffeenerd. Nach deiner Argumentation mĂŒsste er dich in Grund und Boden reden, weil du keine SiebtrĂ€ger und MĂŒhle fĂŒr 3000 Euro zu hause stehen hast.

Du hast mich falsch verstanden. Es geht mir nicht um teure Luxusprodukte oder höchste QualitÀt, sondern um soliden guten Standard. Gutes muss nicht unbedingt auch teuer sein. Gerade Bier zeichnet sich ja deswegen aus, weil es ein schönes solides AlltagsgetrÀnk zu einem gutes Preis ist.
Es aber gerade deswegen nicht gleich wie teurere und so vermeintliche bessere Produkte zu schÀtzen finde ich schade.

Vielleicht ist es aber auch gerade deswegen ein gutes Beispiel fĂŒr eine allgemeine gesellschaftliche Entwicklung, wo superteure, aber flache Luxusprodukte wie die ganzen "Edel"wodkas schrecklich zelebriert werden und das gute alte Bier mehr und mehr zum Sprudel wird.

@ Milchplus: Antwort kommt spÀter, heut' schaff ich nur mehr diese eine Replik.
 

Alchemyst

aktives Mitglied
Die beste Diskussion seid langem,
weil sie an die Wurzeln geht und um die die Frage:
Was tun wir hier eigentlich?
______________________________________

Trotzdem bin ich noch nicht ganz in der Spur.
Worauf willst du hinaus, Kuglblitz?
Geht es um "Wahrheit"?
Um richtig oder falsch?
Um Kultur vs. Banausentum?
Um Werte?
Um GenussverstÀrker?

Und ist die Fragestellung vergleichbar mit
Der "Prince of Wales Cocktail" im Glas statt im Silberbecher - Kultur oder Unkultur? ;)
 

crackone

Neues Mitglied
Ich schließe mich im Hinblick auf die spannendste Diskussion seit langem an!

Ferner bin ich auf Milchplus' und Hannibals Seite.

Meines Erachtens ist die richtig/falsch-Dichotomie im Hinblick auf Geschmack nicht angemessen. Und die Einstellung zu dieser Frage liegt der ganzen DIskussion zugrunde. Gibt es den richtigen und den falschen Genuss?

Ich sage nein. Da Genießen eine Dimension ist, die sich - persönliche Sozialisation und Erfahrungen sind hier ĂŒbrigens per se immer mit eingeschlossen - der Bewertung durch den Anderen entzieht.

"Es schmeckt mir so" ist eine Aussage, an der nicht zu rĂŒtteln ist. Oder wie ich auf der Arbeit in der Bar zu unseren GĂ€sten oft zu sagen pflege: "Das Gute am Geschmack ist: Man hat immer recht." Und dem ist auch so. Wenn jemand anderes, der sich viel weniger oder auch gar nicht mit GEnusskultur in dem Sinne, wie es hier geschieht, beschĂ€ftigt hat, ist das ĂŒberhaupt kein Grund, seinen/ihren GEschmack geringer zu schĂ€tzen als den eigenen. Auch wenn diesem große Mengen LektĂŒre, Zeit und Erfahrung zugrunde liegen mögen und die persönliche Bedeutungszuschreibung viel höher ist. Dies wiederum berĂŒhrt meines Erachtens auch diese Diskussion - sie wird mit großer Inbrunst gefĂŒhrt, da es eben eine Thematik ist, die allen hier sehr viel bedeutet - mehr als vielen anderen Menschen vermutlich. Und dies beantwortet auch die Frage, was wir hier tun. Einer gemeinsamen Passion nachgehen. Den Austausch pflegen. Den Streit. Und den Genuss.

ZurĂŒck zum Ursprung. Es bedeutet nicht, dass man nicht aufgrund der eigenen gemachten Erfahrungen auch anderen Leuten neue Facetten nĂ€herbringen kann. Aber besser oder richtig ist der eigene, differenzierte und durchdachte Genuss im Gegensatz zum 'Unerfahrenen' deshalb trotzdem keineswegs.
 

oscomp

aktives Mitglied
Ich alleine gegen das Forum, das hat was.
Nein, auf gar keinen Fall!!! Mag sein, dass Du mit Deiner Meinung allein stehst, aber Du hast ganz sicher niemanden gegen Dich.

Das hĂ€tte man vielleicht bei einer anderen Diskussion, die zu einer bedauerlichen Reduzierung der aktiven österreichischen Forenmitglieder gefĂŒhrt hat, deutlich sagen mĂŒssen. Und damit sich so etwas nicht wiederholt sage ich es jetzt 8)

Sorry fĂŒr diesen Einwurf, doch das war mir wichtig. Und nun bitte Back to topic, denn auch ich verfolge diese Diskussion mit grĂ¶ĂŸter Freude!
 

Kuglblitz

Neues Mitglied
Um auf den letzten Beitrag zuerst zu antworten: Keine Angst, ich finden die Diskussion spannend und sehr fair; und fĂŒhle mich hier auch pudelwohl. 8) Die Meldung "Ich alleine gegen das Forum" hatte auch eine Spur Selbstironie; denn wann bekommt man schon die Chance, den einsamen Helden zu spielen. ;-)

Ob es wirklich die beste oder spannendste Diskussion seid langem, ist, darĂŒber brauchen wir wohl eine eigene Diskussion, wo wir dann die Bewertungskriterein fĂŒr Diskussionen diskutieren. ;D

Aber zurĂŒck zur Thematik, die ja inzwischen schon mehrere Themenkomplexe beinhaltet: von der reine Detailfrage (Bier in Glas/Flasche) ĂŒber die persönlichen bzw. allgemeinen Kriterien des Genusses bis hin zum philosophischen Fragen der Erkenntnistheorie. Gerade letztere ist ja wirklich extrem komplex, das wird jeder, der sich etwa an Kants "Kritik der Urteilskraft" versucht hat, bestĂ€tigen.
Insofern kann ich Alchemysts Fragen auch nicht hinreichend beantworten, da sich die Diskussion zu einer Tiefe entwickelt hat, die ich so nicht erwartet habe.

Ein Punkt, der mE aber zu unprĂ€zise diskutiert wird: mir ging es ursprĂŒnglich um die Frage, ob Bier in guten GaststĂ€tten aus der Flasche zu trinken eine zunehmende Unkultur ist, die so nicht der QualitĂ€t des Produktes entspricht. Dabei hatte sich die Diskussion dahingehend entwickelt, dass meine Meinung (unser Geschmack ist von vielen Parametern abhĂ€ngig, die wir selbst nicht beeinflussen können) jener gegenĂŒber stand, welche das persönliche Geschmacksurteil in der Gegenwart in den Vordergrund stellt.
Nun geht es mir aber nicht primÀr darum, wie verschieden Menschen Bier an sich schmeckt. Denn um dies wirklich zu diskutieren, wÀre eine Art Laborsituation gleich einer professionellen Verkostung notwendig, und dies entspricht wohl kaum der Praxis. (Anm: die Verkostungsnotizen auf vielen Flaschen sind hier auch mehr dem Marketing geschuldet, da wohl die wenigsten Menschen ein GetrÀnk so analytisch rezipieren).
Mir geht es eher darum, wie ernst ein AlltagsgetrĂ€nk wie Bier in einem Umfeld genommen wird, wo sonst große Sorgfalt hinsichtlich Glas und Dekoration herrscht. Und hier möchte ich einen Begriff in die Diskussion werfen, der interessanterweise bis dato nicht gefallen ist: Stil.

Um mich hier zu outen: Ich liebe es stilvoll. Das richtige Glas, ein guter Service, schönes Umfeld. FĂŒr mich alles Punkte, die viel mehr als Beiwerk sind. Denn im Grunde genommen schaffen sie erst den Rahmen, das Ambiente, das die Rezeption nicht nur analytisch interessant, sondern auch sinnlich umfassend erlebbar macht. Zuzusehen, wie sich das Glas eines Martini-Cocktails durch die KĂ€lte beschlĂ€gt oder wie die Öle der Zitronenzeste die OberflĂ€che sanft benetzen sind fĂŒr mich schon ein Teil des Genusses, ein sinnliches Vorspiel vor dem ersten Schluck.
Beim Bier ist dies die Bildung der Schaumkrone, das Aufsteigen der KohlensĂ€ureperlen und natĂŒrlich das Warten, bis all dies vollendet ist. Und je grĂ¶ĂŸer der Durst und je lĂ€nger das Warten, um so schöner dann der erste Schluck.
Bier direkt aus der Flasche getrunken verzichtet auf all dies. Es ist eine schnelle und eigentlich recht nĂŒchterne Befriedigung mit mE ziemlich reduzierten Genuss (im Vergleich zu dem, was er sein könnte). Fast Food eben. Und es ist stillos, da auf so viele helfende Stilmittel verzichtet wird.

Da aber gute Bars oder Restaurants im Gegensatz zu Fast Food-Örtlichkeiten LokalitĂ€ten sein wollen, die sich dem Rausch des schnellen Hipes widersetzen und die Kunst der Langsamkeit und der Detailliebe pflegen, wundert es mich, wenn Bier hier so einen geringen Stellenwert genießt. Denn dafĂŒr ist es einfach zu gut.
 

hannibal-007

Neues Mitglied

Du hast mich falsch verstanden. Es geht mir nicht um teure Luxusprodukte oder höchste QualitÀt, sondern um soliden guten Standard. Gutes muss nicht unbedingt auch teuer sein. Gerade Bier zeichnet sich ja deswegen aus, weil es ein schönes solides AlltagsgetrÀnk zu einem gutes Preis ist.
Es aber gerade deswegen nicht gleich wie teurere und so vermeintliche bessere Produkte zu schÀtzen finde ich schade.
[/quote]
Was fĂŒr dich als Nerd Standard ist, ist fĂŒr andere ein teures Luxusprodukt



Ich alleine gegen das Forum, das hat was. [/quote]Nein, auf gar keinen Fall!!! Mag sein, dass Du mit Deiner Meinung allein stehst, aber Du hast ganz sicher niemanden gegen Dich.
[/quote]
!
 

grgraf

Neues Mitglied
Ein Punkt, der mE aber zu unprĂ€zise diskutiert wird: mir ging es ursprĂŒnglich um die Frage, ob Bier in guten GaststĂ€tten aus der Flasche zu trinken eine zunehmende Unkultur ist, die so nicht der QualitĂ€t des Produktes entspricht.
Meine ganz persönliche Meinung: Wenn ich in einer guten GaststĂ€tte ein (nach meinen eigenen MaßstĂ€ben ;)) gutes Bier bestelle wĂ€re ich enttĂ€uscht, wenn mir dieses ohne Glas serviert wird, da mir dann die Möglichkeit genommen wird das Bier nicht nur zu schmecken sondern auch zu riechen und zu sehen (Stichwort Genuss). Der Begriff Unkultur geht mir aber etwas zu weit. Ich möchte niemandem vorschreiben wie er sein Bier zu trinken hat, mein missionarischer Eifer dahingehend hĂ€lt sich in Grenzen. Auch auf "Stil" oder penibles Befolgen der Etikette lege ich im Allgemeinen wenig wert. Dass es sich beim "Biertrinken aus Flaschen" um eine zunehmende Gepflogenheit handelt habe ich bei mir in der Region noch nicht beobachtet.
 

Homes

Neues Mitglied
Sehr interessant was ihr hier so schreibt.

Vor ein paar Monaten durfte ich das erste Mal bei einer Bierverkostung, geleitet von einem Fachmann, teilnehmen.

Ich möchte mal das wieder geben was uns damals aufgezeigt wurde.
Die Deutschen trinken ja ganz gerne Bier, passt ja auch zu jedem Anlass. Nur ob ich es aus der Flasche trinke oder aus dem Glas ist völlig Wurst. Die QualitÀt der meisten Biere in Deutschland ist einfach mal so unterirdisch das sich die Frage nicht stellt.
Nehmen wir mal das Beispiel Pils. Warsteiner, Becks, Hasseröder, Radeberger, Binding, Bitburger, etc.
Bei diesen Bieren schmeckt man sowieso kaum mer ein Unterschied. Wer das nicht glaubt, kann das gerne Mal in einem Blindtasting versuchen. Die Biere werden meist vor Ort produziert. Als Beispiel: Die LöwenbrĂ€u Brauerei in MĂŒnchen produziert Becks, Staropramen, etc, kurz gesagt einfach alle Biere die InBev im Portfolio hat und hier anbietet. Oder hat jemand von euch schon mal nen Bierllkw von Prag nach MĂŒnchen mit Staropramen beladen fahren gesehen?
Wenn man sich als Produzent so wenig MĂŒhe macht sein Produkt einzigartig zu belassen brauch ich auch kein Glas dafĂŒr.

Ne andere Geschichte, die man sich ĂŒberlegen muss, ist die mit den gezapften Bieren. (Meisten werden die ja im Glas/Krug serviert)
Wenn ich persönlich in einer Gastronomie bin, in der nur mittelmÀssig Bier getrunken wird, bestell ich mir lieber ein Flaschenbier.
SpĂ€testens wenn so ne Stunde kein Bier mehr durch den Hahnen geflossen ist muss man das Bier, das sich in der Leitung befindet ablassen. Genauso mĂŒssen die Anlagen entsprechend gereinigt werden. Da geht mein Vertrauen aus der beruflichen Erfahrung gegen Null.

Gerne benutz ich aber ein Glas fĂŒr Biere die mit entsprechender Liebe von Kleinen Brauereien hergestellt wurden. Wer schon mal ein schönes TrapistenBier, Ale oder auch ein Lager aus privat gefĂŒhrten Brauereien getrunken hat weiß was ich mein. Da ist ĂŒbrigens ein Glas auch unausweichlich immerhin ist Bier das alkoholische GetrĂ€nk mit der höchsten Aromavielfalt.

Klar kann man es auch von der Situation abhÀngig machen muss man manchmal auch. In einem Sternerestaurant wird man das Aperitif Bier sicher nicht aus der Falsche trinken (Wobei Bock hÀtte ich ja mal sowas zu bringen) genauso wird man beim Grillen nicht unbedingt ein Glas benutzen.

Ein paar Sachen aus den letzten Posts nehmen ich mal noch raus:

Um mich hier zu outen: Ich liebe es stilvoll. Das richtige Glas, ein guter Service, schönes Umfeld. FĂŒr mich alles Punkte, die viel mehr als Beiwerk sind. Denn im Grunde genommen schaffen sie erst den Rahmen, das Ambiente, das die Rezeption nicht nur analytisch interessant, sondern auch sinnlich umfassend erlebbar macht

Dann solltest du auch das richtige Produkt im Glas haben. Gehen wir davon aus, dass das wovon du sprichst nicht ausschließlich zuhause stattfinden soll sondern auch wenn du unterwegs bist. Dann wĂŒnsch ich dir, dass du einen Laden gefunden hast der qualitĂ€tiv hochwertiges Bier verkauft.

Beim Bier ist dies die Bildung der Schaumkrone, das Aufsteigen der KohlensĂ€ureperlen und natĂŒrlich das Warten, bis all dies vollendet ist. Und je grĂ¶ĂŸer der Durst und je lĂ€nger das Warten, um so schöner dann der erste Schluck.

Viel Spaß beim Lacken Bier trinken. Auch so ne komische deutsche Angewohnheit mit der Schaumkrone. Wenn ich meine Maß Bier vor mir haben und ein drittel im Glas ist Schaum bin ich verdurstet bis ich endlich beim Bier angekommen bin. In keinem anderen Land wird Bier mit derartigen Schaumkronen ausgeschenkt. Wozu auch ich möchte ein Bier trinken wenn ich Schaum haben möchte gehe ich in die Badewanne.

Da aber gute Bars oder Restaurants im Gegensatz zu Fast Food-Örtlichkeiten LokalitĂ€ten sein wollen, die sich dem Rausch des schnellen Hipes widersetzen und die Kunst der Langsamkeit und der Detailliebe pflegen, wundert es mich, wenn Bier hier so einen geringen Stellenwert genießt. Denn dafĂŒr ist es einfach zu gut.

Bei den oberen zwei Kommentaren ist sicher ein wenig Aggression und auch die eine oder andere Übertreibung drin deshalb mal zurĂŒck zur RealitĂ€t.

In den meisten FĂ€llen wird Bier als Umsatzbringer gesehen. Oft wird es auch direkt von Brauereien bezogen wo der Wirt entsprechende VergĂŒnstigungen in welcher Form auch immer bekommt. Man kann sich natĂŒrlich ĂŒberlegen neben dem Standard das ein oder andere speziellere Bier da zu haben nur ganz von dem Fast-Food Gedanken ab zu rĂŒcken stell ich mir komisch vor.
Mal weg von der Nerd Schiene und hin zu einem Gedankenspiel.
Gast XY kommt an die Bar und bestellt ein Weißbier, Samstag Abend der Laden rockt. Ich zĂŒcke mein FlĂ€schchen und schenk ihm von Schneider "Mein Nelson Sauvin" ein. Auf das Gesicht bin ich gespannt wenn er probiert und erst wenn die Rechnung kommt.......

Das was oben geschrieben wurde ist so ein verliebter Nerd Gedanke. Mein Gehalt wird auch nicht von Old Fashioneds und Manhattens bezahlt sondern eher von G&Ts und Drinks die schnell zu produzieren sind. Klar gibt es immer ausnahmen aber in den meisten FĂ€llen ist es so.

Ich denk es ist einfacher der Gesellschaft Barkultur bei zu bringen, wie ihnen zu sagen "Sauf ma a gescheid®s Bier". Wenn ich mir die Sachen die geschrieben wurden so durchlese haben die meisten, die mitgeschrieben haben auch noch nie den Facettenreichtum von Bier erlebt (mich schließ ich nicht aus).

So irgendwie reichts jetzt genug geschrieben werd ma weiter lesen.......
 

grgraf

Neues Mitglied
Ich denk es ist einfacher der Gesellschaft Barkultur bei zu bringen, wie ihnen zu sagen "Sauf ma a gescheid®s Bier". Wenn ich mir die Sachen die geschrieben wurden so durchlese haben die meisten, die mitgeschrieben haben auch noch nie den Facettenreichtum von Bier erlebt (mich schließ ich nicht aus).
Ich denke das ist ein sehr interessanter Punkt. Dieses Forum ist ein Treffpunkt fĂŒr Cocktailnerds und hier wurde sehr ausgiebig ĂŒber fast alle denkbaren Facetten zum Thema Cocktails und Spirituosen diskutiert. Dass das Thema Bier Ă€hnlich facettenreich ist wird von vielen hier vermutlich gar nicht gesehen, da man in Bezug auf Bier bisher noch nicht in dem Maße ĂŒber den Tellerrand geschaut hat (trifft auch auf mich selbst zu). Vielleicht auch bedingt durch den Umstand, dass man in vielen Regionen Deutschlands (aufgrund der Konsolidierung des Biermarkts in den letzten Jahrzehnten) leider wenig Alternativen zu den allgegenwĂ€rtigen, austauschbaren und charakterarmen Massenbieren hat. Was sich zum GlĂŒck langsam wieder Ă€ndert auch wenn positive Impulse derzeit immer noch oft aus dem Ausland kommen (und das obwohl "wir Deutschen" doch so stolz auf unsere Biertradition sind ;)). De facto haben wir aktuell in Deutschland nicht die große Bier-/Brauereivielfalt, die wir vor 30, 40 oder 50 Jahren hatten.
Ein "gutes" Bier fĂŒr einen Biernerd dĂŒrfte also was anderes sein als ein "gutes" Bier fĂŒr einen Cocktailnerd. (Ein BierĂ€quivalent zu diesem Forum wĂ€re z.B. www.hobbybrauer.de.)

EDIT: Ich hatte erst letztes Wochenende ein ziemlich leckeres Pils von einer kleinen Privatbrauerei in Wurmlingen auf der schwĂ€bischen Alb. Der Aromahopfen kam einem schon beim Riechen am Glas entgegen. Geschmack liegt immer im Auge des Betrachters und ist ein stĂŒckweit auch Entwicklungssache, aber dieses Bier hatte definitiv seinen eigenen Charakter. IMHO wĂ€re mir etwas entgangen, wenn ich das Bier aus der Flasche getrunken hĂ€tte.
 

Kuglblitz

Neues Mitglied
Nachdem ich kĂŒrzlich beim Wiener Craft Bier Fest (http://craftbierfest.com) war, wo drei Tage lange Bier in allen denkbaren Facetten - vom sĂŒffigen Weizen ĂŒber IPAs und Foodpairing bis hin zu grandiosen Barley Wines - alles verkostet werden konnte (Standardmenge 10 cl), nehme ich das zum Anlass, diesen Thread wiederzubeleben; und um klar festzustellen: diese Biere gehören in die Bar, und natĂŒrlich im passenden Glas.

Uj, gab es tolle Biere, etwa solche, die durch Honigzugabe in die Flasche eine zweite GÀrung durchmachen und so eine wunderbare, champagnerÀhnliche Perlage besitzen. Oder IPAs mit 10 Hopfensorten und unglaublicher Raffinesse. Oder Barley Wines mit 14%, die den Vergleich mit einem guten Tawny Port nicht zu scheuen brauchen.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Craft Biere in Drinks funktionieren, das ist aber ein anderer Thread.

Schöner Radiobericht dazu: http://oe1.orf.at/programm/372412
 
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