Malta

Freund Sour

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Hallo Leute

Ich bin nächstens in Malta. Gibt es Tips zu guten Bars, die einen Besuch lohnen?

Herzliche Grüsse
 

Metalking

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Bartechnisch kann ich dir nichts empfehlen und würde da auch eher wenig vermuten.
Aber casinomäßig könnte ich dir Empfehlungen aussprechen ;)
 

oscomp

Moderator
Ich habe gerade geschaut, wo die Jungs vom Malta Bartenders Club arbeiten (die habe ich auf dem BCB 2010 kennengelernt),
Überwiegend scheinen die in Hotelbars zu arbeiten (Grand Hotel Excelsior in Florian bzw. Corinthia Palace in Balzan)
Wäre auch mein Tipp gewesen.. die Hotelbars, meine ich ;)
 

Freund Sour

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Hallo Leute

Ich bin den Hinweisen nachgegangen und habe in meinen Ferien das Grand Hotel Excelsior in Florian besucht. Meine Erfahrungen sind leider nicht die besten, aber entscheidet selbst:

Das Haus verfügt über drei Baren, darunter eine eigene Tiki-Bar im Spa-Bereich. Zu dieser hat man allerdings nur Zugang, wenn man zu den Gästen gehört. Eine weiter Bar befindet sich im Restaurantbereich und eine in der Lobby. Diese hatte als einzige geöffnet.
Die Bar war in der Ecke, mit rundem Tresen. Belohnt wurde man mit einem schönen Blick über Bucht in Sliema. Am Tresen standen zwei Bartenders. Wir waren zu zweit und setzten und zugleich an einen kleinen Tisch nähe Bar. Sofort brachte uns die Kellnerin zwei Karten und begrüsste uns höflich.

Die Karte war ordentlich zusammengestellt. Kategorisiert war sie nach Before/After Dinner und Longdrinks. Die Cocktails allerdings boten keine Überraschung.

Meine Begleitung, eine ausgewiesene Spezialistin für Pina Coladas, bestellte einen solchen :)
Nach kurzem durchsehen der Karte erspähte ich, dass auf der Karte der Manhatten mit Rye gemacht würde. Ich fragte die Kellnerin, welche Rye's sie an Lager hätten. Da sie dies nicht wusste, fragte sie einen der Bartender. Der aber war mit der Frage sichtlich überfordert. Die Kellnerin teilte mir mit, dass ihr Rye Jack Daniels sei. Etwas verwirrt entschied ich mich schlussendlich für einen Gin Fizz mit Tanqueray 47.

Nach einer halben Minute kam wiederum die Kellnerin und fragte, ob ich Tonic oder Sodawasser wünsche. Natürlich Soda!
Da sich mein mulmiges Gefühl weiter verdichtete, setzten wir uns an den Tresen, wo wir den beiden beim herstellen der Cocktails zuschauen konnten.

Für den Pina Colada entschied sich der eine für einen grosszügigeren Schluck Bacardi Superior White, dazu gab er einen Schuss Monin Kokosnusssirup und füllte ein Handgelenk Ananassaft aus einer Tetrapackung dazu. In die Maschine füllte er Eis und blendet. Er füllte alles zusammen in ein Hurricaine-Glas und dekorierte dieses mit einem bereits trockenen Stück Ananas, auf das er eine gefährlich rot leuchtende Cocktailkirsche steckte.
Meine Begleitung, früher eher den etwas milderen, saftigeren Cocktails zugetan, verzog etwas das Gesicht: “Der schmeckt ja gar nicht nach Alkohol!” Offenbar hatten meine Cocktailversuche zu Hause bei ihr eine durchaus willkommene Geschmacksveränderung bewirkt…

Der andere Bartender widmete sich zwischenzeitlich meinem Fizz. Sorgfältig füllte er 4 Hohleiswürfel in ein hohes, schmales Glas und mass mit dem Jigger 4cl Tanqueray 47 ab. Dann öffnete er ein Fläschchen Schweppes Sodawasser und stellte mir beides hin. Mit hochgezogenen Augenbrauen teilte ich mit, dass ich einen Gin Fizz bestellt hätte und keinen Gin Soda. Meine Äusserung brachte den Bartender sichtlich aus dem Konzept. Er nahm das Glas und schlich sich hinter eine Säule der Bar. Ich beobachtete wie er dort das Rezept für den Gin Fizz nachlas. Er kam wieder nach vorne, im Bewusstsein, dass er ja den Zitronensaft und den Zuckersirup vergessen hätte. Mit einer Hand griff er nach einer Plastikflasche, die wie eine übergrosse Zitrone aussah, und goss einen grosszügigen Schluck Konzentrat in das Glas. Dazu gesellte er ein mundvoll Zuckersirup, rührte kurz um, goss das Glas randvoll mit Sodawasser und stellte es vor mich hin.

Ich versuchte zu erklären, was ich wollte. Beide schienen völlig überfordert. Schlussendlich schickte sich der andere (wohl der Chef) an, den Drink zu shaken. Dazu goss er den Inhalt der Glases (mit dem Soda) in den Shaker, Eiswürfel rein, kurzes shaken, und wieder zurück in ein anderes, diesmal grösseres Highballglas. Da er offenbar bemerkte, dass das Ding nicht mehr sprudelte, goss er aus einem neuen Fläschchen Schweppes wiederum Soda auf und füllte randvoll.

Ich nippte einmal und liess dann stehen. Der Bartender kam kurze Zeit später zu uns und wir hatten noch ein recht nettes Gespräch. Er meinte, dass in den Hotels die Belegschaft oft ausgewechselt und auch viele Leute gegen Herbst entlassen würden.

Für mich ganz klar ein Fehler des Management, die an der Ausbildung ihrer Mitarbeiter sparen! Was störend wirkt: Das Hotel ist sicher eines der besten auf Malta. Dass dann mit den Baren Erwartungen geweckt werden, die auf keine Weise eingehalten werden können, ist sehr bedauerlich. Und es zeigt auch wieder einmal, dass es noch ein langer Weg dahin ist, das Qualitätsbewusstsein in den Baren wirklich zu wecken.

Auch sonst hat Malta bartechnisch leider nicht viel zu bieten. Das angehängte Bild ist quasi stellvertretend für eine Cocktailkarte in Malte. Ein besonderer Genuss bietet denn auch der “Negorini”… :)
 

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Gimlet

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Ich versteh dich gar nicht, du hast doch sogar eine große Portion bekommen und die Hohleiswürfel haben doch den Vorteil, das da auch noch was reinpaßt ;D

Auf der Karte steht Negorini, daß klingt nett.
 

Alchemyst

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Ich habe es aufgegeben, in TouristenHotels Cocktails zu ordern.
In der Regel haben Tresenkellner nicht die Spirituosen,
nicht das Wissen und nicht die Fertigkeiten, um ordentliche Arbeit abzuliefern.
Wer auf bunte, verwässerte Saftdrinks mit Schirmchen steht, sieht das vielleicht anders......
 

Mixael

aktives Mitglied
Naja wenigstens haben sie dort Baren falls man mal einen zuviel genommen hat.
Wird übrigens mit h geschrieben!



 

Freshman

aktives Mitglied
Dort ist es sicher schei**e, die haben kein Eis ;D

Typisch für die Touri-Bars sind immer die Sours mit O-Saft. Ich hasse das!
 
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