Rechtliche Aspekte von Buch-Nachmix-Blogs

Ellie_

Neues Mitglied
Ich finde Blogprojekte, die sich einem konkreten Buch widmen, immer sehr spannend. Bestes Beispiel ist nat├╝rlich http://savoystomp.com/ wo das Savoy Cocktail Book nachgemixt wird. Hier im Forum hat david123 seine Interpretation des "Boozehound" gepostet, allerdings nicht in einem eigenen Blog.

So etwas w├╝rde ich auch gern machen. Wei├č jemand, was man - rechtlich gesehen - beachten muss? Klar, man sollte den Author/Verleger im Voraus kontaktieren. Schlie├člich werden Rezepte damit ├Âffentlich und kostenlos zur Verf├╝gung gestellt. Aber sonst? Hat jemand Erfahrungen?

Mir geht es speziell um zwei m├Âgliche Projekte: einmal als Einstieg die Official Cocktails von iba-world.com, und falls ich das durchziehe, vielleicht sp├Ąter das PDT Cocktail Book.
 

dadid123

aktives Mitglied
Ich finde Blogprojekte, die sich einem konkreten Buch widmen, immer sehr spannend. Bestes Beispiel ist nat├╝rlich http://savoystomp.com/ wo das Savoy Cocktail Book nachgemixt wird. Hier im Forum hat david123 seine Interpretation des "Boozehound" gepostet, allerdings nicht in einem eigenen Blog.

So etwas w├╝rde ich auch gern machen. Wei├č jemand, was man - rechtlich gesehen - beachten muss? Klar, man sollte den Author/Verleger im Voraus kontaktieren. Schlie├člich werden Rezepte damit ├Âffentlich und kostenlos zur Verf├╝gung gestellt. Aber sonst? Hat jemand Erfahrungen?

Mir geht es speziell um zwei m├Âgliche Projekte: einmal als Einstieg die Official Cocktails von iba-world.com, und falls ich das durchziehe, vielleicht sp├Ąter das PDT Cocktail Book.

w├╝rde mich auch interessieren, darf ich ├╝berhaupt Textpassagen aus einem Buch mit Quellennachweis so abschreiben wie ich das z. B. im Thread "zuletzt gemixter Drink" gerade mache?
 

Thorwise

Neues Mitglied
Vielleicht hilft das weiter...

http://www.unverbissen-vegetarisch.de/2010/12/gibt-es-ein-urheberrecht-auf-rezepte/

In meinen Blog mixe ich auch nach. Ich sehe darin kein Problem, sofern du nicht das "Drumherum" kopierst.
 

joerg.meyer

Neues Mitglied


Ich finde Blogprojekte, die sich einem konkreten Buch widmen, immer sehr spannend. Bestes Beispiel ist nat├╝rlich http://savoystomp.com/ wo das Savoy Cocktail Book nachgemixt wird. Hier im Forum hat david123 seine Interpretation des "Boozehound" gepostet, allerdings nicht in einem eigenen Blog.

So etwas w├╝rde ich auch gern machen. Wei├č jemand, was man - rechtlich gesehen - beachten muss? Klar, man sollte den Author/Verleiger im Voraus kontaktieren. Schlie├člich werden Rezepte damit ├Âffentlich und kostenlos zur Verf├╝gung gestellt. Aber sonst? Hat jemand Erfahrungen?

Mir geht es speziell um zwei m├Âgliche Projekte: einmal als Einstieg die Official Cocktails von iba-world.com, und falls ich das durchziehe, vielleicht sp├Ąter das PDT Cocktail Book.
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w├╝rde mich auch interessieren, darf ich ├╝berhaupt Textpassagen aus einem Buch mit Quellennachweis so abschreiben wie ich das z. B. im Thread "zuletzt gemixter Drink" gerade mache?
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So gerne ich die boozehound beitr├Ąge lese finde ich das komplette ver├Âffentlichen der Rezepte mit textpassagen nicht angebracht. Ein "Anregen" zum Buchkauf durch diskussion wird sicherlich keinen Autor st├Âren, aber eine Ver├Âffentlichung wie Sie hier stattfindet, selbst sollte sie "rechtens" sein, ist f├╝r meinen Geschmack zuviel des Guten. Rezeptbesprechungen als solches finde ich sehr interessant - der Umfang sollte "├╝berdacht" werden.

Gru├č

J├Ârg Meyer
 

Alchemyst

aktives Mitglied
Ich sehe einen grunds├Ątzlichen Unterschied darin, ob man ein altes historisches Rezeptbuch durch-buch-stabiert oder ein relativ neues Produkt.
Bedient man bei dem einen kulinarische Historie, kommt man beim zweiten einem/mehreren lebenden Autoren und ihrer Leistung in die Quere...

Ein Frage des guten Geschmack wie auch die Frage
"Sollte man in einem "barfish Forum" links zu anderen Anbietern setzen?"

Tiki-wise hat alles gesagt:
Rezepte nachzumixen ist kein Problem, aber die gedankliche/redaktionelle Aufarbeitung sollte nicht kopiert werden.
So schafft man unter Umst├Ąnden einen Werbeeffekt f├╝r das Buch, wahrt aber eine inhaltliche Distanz, sodass der Buchkauf weiterhin sinnvoll sein kann.
 

Tine_

Neues Mitglied
Das sollte kein Problem sein, so lange man nicht as ganze Buch nachmixt. Im Rahmen von (journalistischer) Berichterstattung ist es in Ordnung, einige Zeilen aus einem Buch zu zitieren, sofern man eine vollst├Ąndige Quellenangebe dazu gibt. So ist es in diesem Rahmen auch in Ordnung, wenn man das (selber fotografierte) Buchcover wiedergibt. Es muss nur in Bezug zum Text stehen. Wies mit Fotos von TExten und Bildern im Innenleben aussieht, wei├č ich nicht, weil zweitere ja bei g├╝nstigere B├╝chern auch gern mal Agenturen geh├Âren.

Es geh├Ârt sich nicht, die Klappentexte wiederzugeben - man sollte in der Lage sein, das Buch zusammenzufassen.

Sebstverst├Ąndlich geh├Ârt es sich auch nicht, totale Verrisse zu ver├Âffentlichen, sondern die guten Seiten des Buches zu betonen, Kenner der Materie wissen dann schon, wie das gemeint ist.

Ich handhabe es auf meinem Literaturblog so, dass ich die B├╝cher furs Teaserfoto fotografiere und in der Rezension 1-2 S├Ątze zitiere. Wenn ich Rezensionsexemplare erhalte, ist es f├╝r mich selbstverst├Ąndlich, dass ich den Artikellink dann an die Presseabteilung zur├╝cksende.
 

Marler

Neues Mitglied
Sebstverst├Ąndlich geh├Ârt es sich auch nicht, totale Verrisse zu ver├Âffentlichen, sondern die guten Seiten des Buches zu betonen, Kenner der Materie wissen dann schon, wie das gemeint ist.

Interessant, w├╝rdest du das auch auf Spirituosen ├╝bertragen? Wenn ich ein interessantes oder auch einfach nur ein ganz normales Produkt aus dem Supermarkt vorstelle, um andere vor einem Fehlkauf zu bewahren oder bessere Alternative aufzuzeigen - warum keine klaren Worte w├Ąhlen?

Ich wei├č schon, wie du es meinst, nur wenn man zum wiederholten Male in Fachzeitschriften eine durchschnittliche und lediglich f├╝r den Kenner schlechte Kritik ver├Âffentlicht, dann ist es f├╝r den unbedarften Leser keine gro├če Hilfe. Und manchmal d├╝rfte es einem schwer fallen, ├╝berhaupt positive Aspekte zu finden. ;)
 

crackone

Neues Mitglied
Dann bleibt ja immer die Option, einfach gar nichts ├╝ber dieses Produkt zu schreiben.
 

Flos-Saftladen

Neues Mitglied

Interessant, w├╝rdest du das auch auf Spirituosen ├╝bertragen? Wenn ich ein interessantes oder auch einfach nur ein ganz normales Produkt aus dem Supermarkt vorstelle, um andere vor einem Fehlkauf zu bewahren oder bessere Alternative aufzuzeigen - warum keine klaren Worte w├Ąhlen?
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Dann bleibt ja immer die Option, einfach gar nichts ├╝ber dieses Produkt zu schreiben.
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Ich denke tendenziell schon, dass es wichtig ist, auch schlechte Produkte beim Namen zu nennen, insbesondere wenn die Erwartungen an das Produkt im Allgemeinen sehr hoch sind oder wenig ├╝ber das Produkt bekannt ist.
Denn liest man ├╝ber ein Produkt nichts bedeutet es entweder, dass es schlecht ist oder, dass das Produkt noch keiner kennt. Und gerade bei Nischenprodukten trifft auch letzteres h├Ąufiger mal zu. Warum also nicht auch klar negative Statements?
 

Marler

Neues Mitglied
Manchmal w├╝nsche zumindest ich mir jedoch, auch mal Produkte rezensiert zu sehen, die nichts taugen. Sonst sucht man, findet nichts und steht vor der Frage: Ist es so schlecht, dass keiner dr├╝ber schreibt oder nur zu wenig verbreitet?
 

realCOTO

Neues Mitglied
Es ist ja auch ein Unterschied, ob ein Schreiberling (Autor, Journalist, was auch immer) ├╝ber einen Schreiberling schreibt oder ob ein Verbraucher ├╝ber ein Produkt eines Herstellers was sagt. Im einen Fall sollte man sich kollegial verhalten (auch wenn zB ein Barkeeper ├╝ber die Bar eines anderen spricht), im anderen Fall sind klare, dennoch h├Âflich und sachliche Worte durchaus erlaubt.

Aber das ist ein bisschen Off-Topic.
 

Flos-Saftladen

Neues Mitglied
Das f├╝r mich entscheidende ist, vor allem bei sehr guter oder sehr schlechter Kritik: hat derjenige, in welcher Form auch immer, was davon? Wenn Autor x das Buch von Autor y schlecht macht, dann wird die Absicht deutlich. Wenn Autor x die Spirituose z in den Himmel lobt und man wei├č, dass Autor x daf├╝r verg├╝tet wurde, dann wird die Absicht ebenfalls deutlich.

Unabh├Ąngige Blogs u.a. stehen dazwischen und haben so hervorragend wie kaum jemand die M├Âglichkeit, diese Freiheit zu nutzen. Und gerade da erwarte und w├╝nsche ich mir eine klare Kante! Dass diese aber oft und vermehrt ausbleibt, finde ich schade!

@Marler: da scheinen wir uns ja einig zu sein ;)
 

crackone

Neues Mitglied
Es ist ja auch ein Unterschied, ob ein Schreiberling (Autor, Journalist, was auch immer) ├╝ber einen Schreiberling schreibt oder ob ein Verbraucher ├╝ber ein Produkt eines Herstellers was sagt. Im einen Fall sollte man sich kollegial verhalten (auch wenn zB ein Barkeeper ├╝ber die Bar eines anderen spricht), im anderen Fall sind klare, dennoch h├Âflich und sachliche Worte durchaus erlaubt.

Ich sehe wenig Unterschiede. Einer urteilt ├╝ber K├Ânnen, Geschick, Passion und Herzblut und Arbeit des Anderen - ob das eine Flasche Rum oder ein geschriebener Text ist, macht f├╝r mich wenig Unterschied.

Ich empfinde es nicht als guten Stil, einen Verriss um des Verrisses willen zu posten. Wenn ich einen Vergleich poste, in dem sechs Rums getestet werden und zwei davon fallen negativ auf, kann man das gut schreiben. Aber ein einzelnes posting (um mal bei den Blogs als Medium zu bleiben), um ein Produkt niederzumachen, finde ich pers├Ânlich (!) nicht gut. Mache ich darum auch nicht.
 

Flos-Saftladen

Neues Mitglied
Es geht ja aber gar nicht darum das Produkt aus B├Âswilligkeit schlecht zu machen, sondern darum andere zu warnen. Gerade bei einigen teureren Abf├╝llung w├Ąre es Gold wert, wenn man da mehr w├╝sste.

 

Marler

Neues Mitglied
@TigaLina: Durchaus. ;) Die Einsch├Ątzung, dass Blogs die L├╝cke ausf├╝llen, sehe ich ├Ąhnlich. Aber auch dort besteht nat├╝rlich die Gefahr, dass mit steigender Bekanntheit die Industrie mit Aufmerksamkeiten aufwartet.

Zwischen der Bewertung von B├╝chern oder Spirituosen sehe ich auch keine gro├čen Unterschiede, teile in einigen Aspekten aber die Meinung von realCOTO. Negative Kritik sollte auch innerhalb der Branche erlaubt sein, muss dann aber so sauber formuliert sein, dass keine Angriffspunkte entstehen k├Ânnen. Geht das nicht - lieber darauf verzichten.

Ansonsten h├Ątte ich pers├Ânlich kein Problem, auch einzelnen Produkte negativ darzustellen, sofern die Beitr├Ąge den gleichen journalistischen Standard erf├╝llen, egal, wie die Bewertung ausf├Ąllt. Ich spiele immer noch mit der Idee, mal alle ├Ârtlich gut erh├Ąltlichen Rums aus dem Getr├Ąnkemarkt vorzustellen. Sucht ein Gelegenheitsk├Ąufer dann nach den bekannten Markennamen, besteht die Chance, ihm einen Fehlkauf zu ersparen bzw. bessere Produkte zu einem ├Ąhnlichen Preis zu empfehlen. Bei teureren Abf├╝llen, wie TigaLina sie noch anspricht, w├Ąre es f├╝r den fortgeschrittenen Trinker nat├╝rlich noch viel wertvoller, detaillierte Bewertungen zu erhalten.
 

crackone

Neues Mitglied
F├╝r solche Warnungen empfinde ich andere Plattformen als viel geeigneter - zB das pers├Ânliche Gespr├Ąch...

Ich pers├Ânlich schreibe bei Trinklaune die Artikel, die mir pers├Ânlich Freude bereiten. Mit tollen Produkten, ihren besonderen Geschichten und einer Menge Herzblut. In diesem Konzept sehe ich kein Platz f├╝r - wie gut auch immer geschriebene - reine Negativrezensionen.
Aber das kann ja erfreulicherweise jeder so machen, wie er mag...
 

Flos-Saftladen

Neues Mitglied

Aber auch dort besteht nat├╝rlich die Gefahr, dass mit steigender Bekanntheit die Industrie mit Aufmerksamkeiten aufwartet.
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Absolut. Und ich sehe darin nicht nur eine Gefahr, sondern vielfach schon ein tats├Ąchliches Problem.



Bei teureren Abf├╝llen, wie TigaLina sie noch anspricht, w├Ąre es f├╝r den fortgeschrittenen Trinker nat├╝rlich noch viel wertvoller, detaillierte Bewertungen zu erhalten.[/quote]

Und genau darin sehe ich eine gro├če L├╝cke, zu diesen Produkten liest man viel zu wenig. Vielfach gibt es da auch in oberen Preisregionen schwache Produkte und diese sollten auch genannt werden. Das finde ich nur fair gegen├╝ber all jenen, die mit dem Gedanken spielen, sich eines davon zuzulegen, in der Hoffnung eine gute Abf├╝llung zu erwischen. Und nat├╝rlich spricht man dar├╝ber auch pers├Ânlich, aber ├╝ber einen Blog erreicht man ja ungleich mehr Menschen.
Andererseits gibt es wieder richtig gute Abf├╝llungen f├╝r teures Geld, ├╝ber die man aber trotzdem wenig oder nichts liest. L├Ąsst man sie liegen? "W├Ąre sie gut, h├Ątte mal einer dr├╝ber geschrieben.". Vielleicht hat den Kauf aber auch einfach nur noch niemand riskiert f├╝r 150 Euro...

Positiv- wie Negativerfahrungen zu solchen Abf├╝llungen, z.B. in Blogs, schlie├čen diese L├╝cken. Und das finde ich gut.
 

tomdoe2701

Neues Mitglied


Ich finde Blogprojekte, die sich einem konkreten Buch widmen, immer sehr spannend. Bestes Beispiel ist nat├╝rlich http://savoystomp.com/ wo das Savoy Cocktail Book nachgemixt wird. Hier im Forum hat david123 seine Interpretation des "Boozehound" gepostet, allerdings nicht in einem eigenen Blog.

So etwas w├╝rde ich auch gern machen. Wei├č jemand, was man - rechtlich gesehen - beachten muss? Klar, man sollte den Author/Verleger im Voraus kontaktieren. Schlie├člich werden Rezepte damit ├Âffentlich und kostenlos zur Verf├╝gung gestellt. Aber sonst? Hat jemand Erfahrungen?

Mir geht es speziell um zwei m├Âgliche Projekte: einmal als Einstieg die Official Cocktails von iba-world.com, und falls ich das durchziehe, vielleicht sp├Ąter das PDT Cocktail Book.
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w├╝rde mich auch interessieren, darf ich ├╝berhaupt Textpassagen aus einem Buch mit Quellennachweis so abschreiben wie ich das z. B. im Thread "zuletzt gemixter Drink" gerade mache?
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Um rechtlich v├Âllig sicher zu sein, k├Ânntest Du auch einfach auf die entsprechende Seite im Rezeptarchiv der Washington Post verlinken ;D

"JASON WILSON writes the spirits column for the Washington Post."

Ich habe als Stichprobe 5 Deiner geposteten Boozehound-Rezepte dort mit gleichem/├Ąhnlichem Wortlaut gefunden.
z.B. http://projects.washingtonpost.com/recipes/2010/09/22/viceroy/

Und als positiven Nebeneffekt sparst Du Tipparbeit und Herr Meyer kann Deine Beitr├Ąge ohne ethische Bedenken weiterlesen.
 

hannibal-007

Neues Mitglied


Es ist ja auch ein Unterschied, ob ein Schreiberling (Autor, Journalist, was auch immer) ├╝ber einen Schreiberling schreibt oder ob ein Verbraucher ├╝ber ein Produkt eines Herstellers was sagt. Im einen Fall sollte man sich kollegial verhalten (auch wenn zB ein Barkeeper ├╝ber die Bar eines anderen spricht), im anderen Fall sind klare, dennoch h├Âflich und sachliche Worte durchaus erlaubt.

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Ich sehe wenig Unterschiede. Einer urteilt ├╝ber K├Ânnen, Geschick, Passion und Herzblut und Arbeit des Anderen - ob das eine Flasche Rum oder ein geschriebener Text ist, macht f├╝r mich wenig Unterschied.

Ich empfinde es nicht als guten Stil, einen Verriss um des Verrisses willen zu posten. Wenn ich einen Vergleich poste, in dem sechs Rums getestet werden und zwei davon fallen negativ auf, kann man das gut schreiben. Aber ein einzelnes posting (um mal bei den Blogs als Medium zu bleiben), um ein Produkt niederzumachen, finde ich pers├Ânlich (!) nicht gut. Mache ich darum auch nicht.
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Zustimmung!
Die Welt ist gro├č und hat vieles schlechte.
Aber sich um das Gute zu k├╝mmern, ist fast nicht zu schaffen!
 

mangomix

aktives Mitglied
Zur urspr├╝nglichen Frage von Alsterwasser: Eine sch├Âne Idee, ich sehe allerdings ein paar Probleme:

Grunds├Ątzlich stimmt zwar, dass Rezepte (auch Cocktailrezepte) keinen urheberrechtlichen Schutz genie├čen, wobei sich das nur auf die eigentliche Rezeptidee bezieht, also die Auflistung der Zutaten, Mengenverh├Ąltnisse, Zubereitung. Das gilt jedoch nur insoweit, als nicht etwa durch besondere Formulierungen z.B. in der Mixanleitung doch eine gewisse Sch├Âpfungsh├Âhe ├╝berschritten ist (Beispiel: ein Rezept in Versform, oder l├Ąngere erl├Ąuternde Texte). Einzelne Rezepte in eigenen Worten wiederzugeben ist jedenfalls unproblematisch (und bed├╝rfte nicht mal einer Quellenangabe). Gef├Ąhrlich wird es, wenn du viele oder gar alle Rezepte eines Buches verwendest, denn auch wenn jedes einzelne f├╝r sich genommen nicht gesch├╝tzt ist, so unterliegt die Zusammenstellung als solche wiederum dem Urheberrecht. Daher w├╝rde ich wie Alchemyst dringend abraten, in einem Blog alle Rezepte z. B. aus dem PDT Cocktail Book zu zitieren - es sei denn, du hast daf├╝r die ausdr├╝ckliche Genehmigung des Rechteinhabers.

Bei historischen B├╝chern, deren urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist, sieht es nat├╝rlich anders aus und auch bei den IBA-Cocktails sehe ich kaum Probleme. Sie sind ja sowieso im Internet f├╝r jeden zug├Ąnglich (was nat├╝rlich nicht hei├čt, dass die IBA-Website einfach so kopiert werden darf) und von einem internationalen Berufsverband mit Sitz in Singapur, der sich um internationale Mix-Standards bem├╝ht, w├╝rde ich weniger Gegenwind erwarten als von einem Verlag, der schlie├člich vom Verkauf der B├╝cher lebt. Ich w├╝rde aber an deiner Stelle die IBA vorab ├╝ber das Vorhaben informieren, z.B. ├╝ber die DBU, deren Vorstand ja sogar teilweise hier im Forum unterwegs ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass die IBA das Vorhaben gerne unterst├╝tzt. Bitte hier berichten wenn du startest! ;)

Ansonsten generell f├╝r ein eigenes Blog: An die Impressumspflicht denken. Es ist ein verbreiteter Irrtum, dass diese nur f├╝r gewerbliche oder nur f├╝r in Deutschland gehostete Seiten gilt.

 

Metalking

Neues Mitglied
Kurz eingeworfen:
Crackone und speziell tikiwise zuhoeren, lesen und dann wisst ihr zu dem Thema was ihr wissen muesst.
Easy Life....eigene Gedanken mit Quellen zusammenf├╝hren. Alles Andere kann problematisch werden.
 

mangomix

aktives Mitglied
w├╝rde mich auch interessieren, darf ich ├╝berhaupt Textpassagen aus einem Buch mit Quellennachweis so abschreiben wie ich das z. B. im Thread "zuletzt gemixter Drink" gerade mache?

Dass man komplette Rezeptsammlungen aus B├╝chern nicht posten sollte (unabh├Ąngig ob w├Ârtlich ├╝bernommen oder nicht), hat ja schon Joerg Meyer geschrieben und es w├Ąre auch urheberrechtlich bedenklich. Bei w├Ârtlich ├╝bernommenen Passagen mit Quellenangabe gibt es dann noch ┬ž 51 UrhG (erlaubte Zitate), ich bin aber nicht sicher, ob die Regelung ├╝berhaupt auf Forenbeitr├Ąge anwendbar ist. Im Zweifel also lieber ├╝bersetzen und in eigenen Worten wiedergeben, das ist doch eh viel sch├Âner f├╝r unsere Mitleser, die des Englischen nicht so m├Ąchtig sind :)
 

Thorwise

Neues Mitglied


w├╝rde mich auch interessieren, darf ich ├╝berhaupt Textpassagen aus einem Buch mit Quellennachweis so abschreiben wie ich das z. B. im Thread "zuletzt gemixter Drink" gerade mache?
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Dass man komplette Rezeptsammlungen aus B├╝chern nicht posten sollte (unabh├Ąngig ob w├Ârtlich ├╝bernommen oder nicht), hat ja schon Joerg Meyer geschrieben und es w├Ąre auch urheberrechtlich bedenklich. Bei w├Ârtlich ├╝bernommenen Passagen mit Quellenangabe gibt es dann noch ┬ž 51 UrhG (erlaubte Zitate), ich bin aber nicht sicher, ob die Regelung ├╝berhaupt auf Forenbeitr├Ąge anwendbar ist. Im Zweifel also lieber ├╝bersetzen und in eigenen Worten wiedergeben, das ist doch eh viel sch├Âner f├╝r unsere Mitleser, die des Englischen nicht so m├Ąchtig sind :)
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Tja, das ist wohl wahr. Schade, das hat dann auch Konsequenzen f├╝r meinen Blog. Auf eine Abmahnung habe ich keine Lust...
 

Ellie_

Neues Mitglied
Sehr interessant, vielen Dank vor allem an Mangomix :) Gut zu wissen, dass die Zusammenstellung der Rezepte gesch├╝tzt ist. Damit sind B├╝cher wie PDT f├╝r mich raus.
Bei IBA-Cocktails seh ich auch weniger Probleme. Falls ich mich dazu aufraffe, das Ganze als Projekt zu formulieren, werde ich die IBA nat├╝rlich im Voraus anschreiben.
 

dadid123

aktives Mitglied



Ich finde Blogprojekte, die sich einem konkreten Buch widmen, immer sehr spannend. Bestes Beispiel ist nat├╝rlich http://savoystomp.com/ wo das Savoy Cocktail Book nachgemixt wird. Hier im Forum hat david123 seine Interpretation des "Boozehound" gepostet, allerdings nicht in einem eigenen Blog.

So etwas w├╝rde ich auch gern machen. Wei├č jemand, was man - rechtlich gesehen - beachten muss? Klar, man sollte den Author/Verleiger im Voraus kontaktieren. Schlie├člich werden Rezepte damit ├Âffentlich und kostenlos zur Verf├╝gung gestellt. Aber sonst? Hat jemand Erfahrungen?

Mir geht es speziell um zwei m├Âgliche Projekte: einmal als Einstieg die Official Cocktails von iba-world.com, und falls ich das durchziehe, vielleicht sp├Ąter das PDT Cocktail Book.
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w├╝rde mich auch interessieren, darf ich ├╝berhaupt Textpassagen aus einem Buch mit Quellennachweis so abschreiben wie ich das z. B. im Thread "zuletzt gemixter Drink" gerade mache?
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So gerne ich die boozehound beitr├Ąge lese finde ich das komplette ver├Âffentlichen der Rezepte mit textpassagen nicht angebracht. Ein "Anregen" zum Buchkauf durch diskussion wird sicherlich keinen Autor st├Âren, aber eine Ver├Âffentlichung wie Sie hier stattfindet, selbst sollte sie "rechtens" sein, ist f├╝r meinen Geschmack zuviel des Guten. Rezeptbesprechungen als solches finde ich sehr interessant - der Umfang sollte "├╝berdacht" werden.

Gru├č

J├Ârg Meyer
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stimmt mich nachdenklich ???
 

dadid123

aktives Mitglied



Ich finde Blogprojekte, die sich einem konkreten Buch widmen, immer sehr spannend. Bestes Beispiel ist nat├╝rlich http://savoystomp.com/ wo das Savoy Cocktail Book nachgemixt wird. Hier im Forum hat david123 seine Interpretation des "Boozehound" gepostet, allerdings nicht in einem eigenen Blog.

So etwas w├╝rde ich auch gern machen. Wei├č jemand, was man - rechtlich gesehen - beachten muss? Klar, man sollte den Author/Verleger im Voraus kontaktieren. Schlie├člich werden Rezepte damit ├Âffentlich und kostenlos zur Verf├╝gung gestellt. Aber sonst? Hat jemand Erfahrungen?

Mir geht es speziell um zwei m├Âgliche Projekte: einmal als Einstieg die Official Cocktails von iba-world.com, und falls ich das durchziehe, vielleicht sp├Ąter das PDT Cocktail Book.
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w├╝rde mich auch interessieren, darf ich ├╝berhaupt Textpassagen aus einem Buch mit Quellennachweis so abschreiben wie ich das z. B. im Thread "zuletzt gemixter Drink" gerade mache?
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Um rechtlich v├Âllig sicher zu sein, k├Ânntest Du auch einfach auf die entsprechende Seite im Rezeptarchiv der Washington Post verlinken ;D

"JASON WILSON writes the spirits column for the Washington Post."

Ich habe als Stichprobe 5 Deiner geposteten Boozehound-Rezepte dort mit gleichem/├Ąhnlichem Wortlaut gefunden.
z.B. http://projects.washingtonpost.com/recipes/2010/09/22/viceroy/

Und als positiven Nebeneffekt sparst Du Tipparbeit und Herr Meyer kann Deine Beitr├Ąge ohne ethische Bedenken weiterlesen.

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ja, die Tipparbeit werde ich mir vorerst sparen ;)
 

dadid123

aktives Mitglied


w├╝rde mich auch interessieren, darf ich ├╝berhaupt Textpassagen aus einem Buch mit Quellennachweis so abschreiben wie ich das z. B. im Thread "zuletzt gemixter Drink" gerade mache?
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Dass man komplette Rezeptsammlungen aus B├╝chern nicht posten sollte (unabh├Ąngig ob w├Ârtlich ├╝bernommen oder nicht), hat ja schon Joerg Meyer geschrieben und es w├Ąre auch urheberrechtlich bedenklich. Bei w├Ârtlich ├╝bernommenen Passagen mit Quellenangabe gibt es dann noch ┬ž 51 UrhG (erlaubte Zitate), ich bin aber nicht sicher, ob die Regelung ├╝berhaupt auf Forenbeitr├Ąge anwendbar ist. Im Zweifel also lieber ├╝bersetzen und in eigenen Worten wiedergeben, das ist doch eh viel sch├Âner f├╝r unsere Mitleser, die des Englischen nicht so m├Ąchtig sind :)
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Das mit den ├ťbersetzungen in die deutsche Sprache hatte ich bei den letzten Rezepten f├╝r die Mitleser, die der englischen Sprache nicht so m├Ąchtig sind, ber├╝cksichtigt. Ich habe mir eigentlich nur aufgrund fr├╝herer Formusbeitr├Ąge mit der ausdr├╝cklichen Bitte um komplette Rezeptbeschreibungen im Thread "zuletzt gemixter Drink" die M├╝he gemacht, die Rezepte mit korrektem Quellennachweis abzutippen. :(
 
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