Neuer Shakertyp Shaker 33 (Kickstarter Projekt)

Angrist

aktives Mitglied
Gerade auf Kickstarter gesehen, eine neue Art Shaker die mir doch ganz interessant erscheint
https://www.kickstarter.com/projects/1842583253/shaker-33-the-best-cocktail-shaker-since-prohibiti/comments

Diverse Nachteile des Boston Shakers (teilweise undichtigkeit beim Shaken ohne Eis, sowie das irgendwann jedem mal das Teil aus dem Hand rutscht) sowie des dreiteiligen Shakers (eingefroren bzw l├Ąsst sich manchmal nicht mehr ├Âffnen)
werden behoben.

Das man es einh├Ąndig nutzen kann, man sch├Ân sieht wieviel Schaum entstanden ist und man zb auch mal 3 Drinks machen kann, ist auch nicht ganz unpraktisch.


Und 8$ Versandaufschlag zu uns ist auch noch ok.
Bin mal gespannt ob der Kickstarter erfolgreich ist, w├╝nschen w├╝rde ich es ihnen.

Klar, optisch passt es jetzt nicht zur klassischen Bar, (wobei es ja auch eine edelstahlummantelte Version geben soll)
aber Effizienz geht mir da vor Optik
 

Stiefelkante

Neues Mitglied
Ich meine, ich gebe den Jungs schon recht, dass sich seit langer Zeit nichts ge├Ąndert hat am Shaker.
Bis zu dem Zeitpunkt dieses Kickstarters, kam es mir allerdings auch nie in den Kopf, dass der Shaker ein Redesign braucht.
Die Punkte stimmen zwar irgendwie, aber es gibt f├╝r alles eine L├Âsung, wie etwa das Double Straining f├╝r feinere Ergebnisse. Irgendwie geh├Ârt das f├╝r mich zum handwerklichen, zur alten Natur eines gut gemachten Cocktails.

Dennoch hab ich auch einen Oxo Jigger, der ja nun wirklich keine Stilpunkte gg├╝ einem Stahljigger gewinnt, aber einfach viel genauer kleinere Mengen abmisst. Da ich aber bislang noch keine merklichen Probleme mit Boston Shaker, wie etwa Undichtigkeit, hatte, werde ich soweit erstmal verzichten. ^^
Und das Design... in welcher Bar w├Ąre der Shaker denn eine Augenweide? Sieht f├╝r mich aus wie diese Dressingshaker.
 

KingPink

Neues Mitglied
Spontan f├Ąllt mir Tupperware ein.

Die Edelstahlversion sieht einigerma├čen aus. K├Ânnte mir Bars vorstellen, die gerne damit arbeiten werden.
Sicherlich nicht die klassische Cocktailbar, sondern eher Beach-, Studenten- und Happy Hour-Bars.
 

mangomix

aktives Mitglied
Schaut sehr interessant aus, aus praktischen Gesichtspunkten spricht wirklich viel f├╝r diese Dinger. Vor allem das in den letzten Jahren in Mode gekommene double straining ist ja vom Handling her eine ziemliche Kr├╝cke und ich habe mich immer schon gefragt, ob das nun der Weisheit letzter Schluss des Berufsstandes sein soll ;)

Indes, das Hauptargument f├╝r diesen Shaker - Kunststoff mit den vielen sich daraus ergebenden Vorteilen - ist zugleich auch das st├Ąrkste Argument gegen ihn. Wirkt halt immer irgendwie billig, unprofessionell, unelegant. Bartending l├Ąuft nun mal vor Publikum. Und das schl├╝rft seine Martinis eben auch nicht aus Thermoschnabeltassen von Tupper, obwohl sie unter rein praktischen Gesichtspunkten bestimmt ihre Vorteile h├Ątten. ;) Im Gegenteil zeigen die stilistischen Bar-Trends der letzten Jahre doch eher Richtung 19. Jahrhundert als in die Moderne (Stichworte Julep Strainer, Tin-Tin-Shaker, historisierende Glassware etc.).
 

Angrist

aktives Mitglied
naja, wenn man mal ehrlich ist, geht bei diesen Bartrends doch viel nur der Optik nach und nicht praktischen Gesichtspunkten.

Zu sagen "ist Kunststoff" ist wie zu sagen ein Boston Shaker "ist Metal", es kommt immer auf die Art des Kunststoffes und die Verarbeitung des Metalls an.


Und hat nicht irgend ein Barkeeper auf einem dieser gro├čen Wettbewerbe auch mal mit Glastubes gearbeitet, und das sah doch nicht schlecht aus.

Denke gerade die Clear Version w├Ąre auch in normalen Bars ganz gut einsetzbar, wenn die Enden der Tube zb jeweil eine Silberkappe h├Ątten.

Und wo eine echte Bar eben sich nach den Kunden richten muss, die eben zb das nicht m├Âgen k├Ânnten, muss man sich in der Homebar nach niemandem richten.

Die Dinger halten eben gewaltig was aus und die Glasbruchgefahr, die gerade im High volume Betrieb Chaos verursachen kann (wenn der Shaker auf den Tresen knallt und Scherben in alle Richtungen fliegen), zu vermeiden w├Ąre schon genial.
 

Alchemyst

aktives Mitglied
So etwas nenne ich einen Barbie-Shaker.
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Wenn praktische Gesichtspunkte im Vordergrund stehen,
sollte man vielleicht gleich zu Shatler's oder ├Ąhnlichen Replikator-Getr├Ąnken greifen. ;)
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Und diese Drinks in Plastikbechern servieren. Die splittern nicht so stark.
Hier jetzt zu sagen "ist Kunststoff" ist wie zu sagen ein Boston Shaker "ist Metal".
Die Plastikbecher bringens einfach
und die Glasbruchgefahr, die gerade im Hochbetrieb Chaos verursachen kann
(wenn der Becher auf den Boden knallt und Scherben in alle Richtungen fliegen),
zu vermeiden w├Ąre schon genial.
Einfach mal praktisch denken, dann klappts auch mit dem Plastik. ;)
___________________________________________________________________

Im Ernst: Bartending ist Live-Gastonomie. - Plastik geht da gar nicht.
Ich bin da bei mangomix.

Und im Gegensatz zu Angrist hoffe ich,
dass diese ach so praktischen Polyethylen Produkte dort landen, wo sie hingeh├Âren:
als Schredderprodukt im Plastikrecycling.
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Wenn es aber um Frische und um handwerkliches Bartending oder gar um Bar-Kultur gehen sollte,
sollte man nach den Regeln der Kunst mit den Werkzeugen der Kunst arbeiten.

Im Widerstreit zwischen Plastik und Metall,
k├╝hlt der Metallshaker den Drink nicht nur durch das Schmelzwasser
sondern eben auch ├╝ber den Metallkontakt.

Plastikshaker sind somit kein Fortschritt, sondern nur eine richtig dumme Idee
(getarnt als clevere Gesch├Ąftsidee).
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Ich freue mich, nach unserer Sommerpause auf Trinklaune.de
einen f├╝nften Teil unserer Serie:
"Zwischen Beuys, Brandy Crusta und Billy Jean ÔÇô
Zum modernen Schamanentum in Zeiten zugesetzter Zuckercouleur"
pr├Ąsentieren zu k├Ânnen.

Er wird die ├ťberschrift haben:
Der Barbie Shaker

Guido Schneider sagte mal:
"Barbie ist innen hohl und aussen aus Plastik."
Dieser Shaker ist es auch.
 

Angrist

aktives Mitglied
Wie k├╝hlt ein Shaker ├╝ber den Metallkontakt?
verstehe ich gerade rein Physikalisch nicht.

Das was den Drink ja wirklich abk├╝hlt ist ja haupts├Ąchlich der ├ťbergang von Eis zu Wasser.

Und der Verweis auf Shatlers ist jetzt nicht wirklich zielf├╝hrend schlie├člich ist das Kunststoffteil immer noch ein richtiger Shaker und die Cocktails kommen da genauso raus.
Finde es auch etwas ├╝bertrieben da gleich von Schreddern und Plastikschrott zu sprechen.
"Praktisch" bedeutet doch nicht Wirkungstrinken, sondern praktisch bedeutet zb das man mit dem Teil 3 Cocktails auf einmal machen kann und so entweder schneller dann wieder f├╝r seine Freunde zur Verf├╝gung steht, bzw denen die Drinks geben kann, oder eben in einer Bar die W├╝nsche der G├Ąste schneller erfinden kann.

Ich selbst war zb an meinem letzten Geburtstag heilfroh das ich noch irgendwo einen billigen dreiteiligen Shaker gefunden habe im Keller, da sonst einer meiner G├Ąste auf jedenfall entweder den Boston Shaker demoliert, oder irgendwas versaut h├Ątte.

Gerade wenn man nicht selbst den ganzen Abend f├╝r alle mixen will, sondern eben ein paar einfache Rezepte ausgedruckt hat und hingelegt hat, ist ein f├╝r Anf├Ąnger bedienungssicherer Shaker doch etwas, was ganz praktisch ist.

 

Microboy

aktives Mitglied
Nach einer kurzen Einweisung und zwei oder drei Coctkails sollte eigentlich jeder Laie "halbwegs" mit einem Boston Shaker zurecht kommen.

 

Angrist

aktives Mitglied
sp├Ąter am Abend bin ich mir da nicht mehr so sicher ;)

wie gesagt, ich will euch ja auch nicht zu dem Teil missionieren, ich habe es nur gesehen und dachte ich zeig es euch mal.
 

Freshman

aktives Mitglied
Wie k├╝hlt ein Shaker ├╝ber den Metallkontakt?
verstehe ich gerade rein Physikalisch nicht.
Das was den Drink ja wirklich abk├╝hlt ist ja haupts├Ąchlich der ├ťbergang von Eis zu Wasser.
Faktisch k├╝hlt nur das Eis und eventuell eine vorgek├╝hlte Cocktail-Komponente. Der Metallshaker hat eine h├Âhere spezifische W├Ąrmekapazit├Ąt als Kunststoff allgemein, ergo 'entzieht das Metall der Fl├╝ssigkeit mehr K├Ąlte'. Den Umweg ├╝ber Eisw├╝rfel gibt K├Ąlte an das Metall direkt ab und dann indirekt an die Fl├╝ssigkeit, den ignoriere ich einmal. Thermisch ist der Kunststoff besser. Wir wollen kalte Drinks, keine kalten Shaker oder H├Ąnde ;)
Trotzdem finde ich das Aussehen unbefriedigend.
Achja, Postings vom Alchemyst sollte man immer mit einem ;) lesen.
 

Mixael

aktives Mitglied
Wer schonmal einen Cocktail in einem Plastikshaker geshaked hat (Not macht erfinderisch)

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41Uq9GeA9UL._SY300_.jpg

wei├č auch wie scheisse sich Eisw├╝rfel auf Plastik anh├Âren ... da kriege selbst ich keinen Durst :p



Und diese Drinks in Plastikbechern servieren. Die splittern nicht so stark.
Hier jetzt zu sagen "ist Kunststoff" ist wie zu sagen ein Boston Shaker "ist Metal".
Die Plastikbecher bringens einfach
und die Glasbruchgefahr, die gerade im Hochbetrieb Chaos verursachen kann
(wenn der Becher auf den Boden knallt und Scherben in alle Richtungen fliegen),
zu vermeiden w├Ąre schon genial.
Einfach mal praktisch denken, dann klappts auch mit dem Plastik. ;)

verdammt >:D

aber auch verdammt ;D ;D ;D ;D ;D ;D
 

MJM

Neues Mitglied
Im Widerstreit zwischen Plastik und Metall,
k├╝hlt der Metallshaker den Drink nicht nur durch das Schmelzwasser
sondern eben auch ├╝ber den Metallkontakt.

Sorry als Ingenieur kann ich das nicht so stehen lassen: Diese Aussage ist schlichtweg falsch!

Metall und im Falle hochwertiger Shaker, rostfreier Stahl, besitzt zwar eine geringe, aber im Vergleich zu Kunststoffen immer noch hohe W├Ąrmeleitf├Ąhigkeit von circa 20 W / (m K). Deshalb kann man eher davon sprechen, dass das Eis den Metallshaker schneller herabk├╝hlt. Keinesfalls k├╝hlt das Material des Shakers den Drink. Dies l├Ąsst sich auch leicht durch die Bildung von Eis an der Au├čenseite des Shakers beobachten. Hierbei wird die Temperatur der Luft um den Shaker herabgesetzt. Wodurch die k├╝hlere Luft weniger Wasser aufnehmen kann und dieses an der Oberfl├Ąche des Shakers kondensiert. Wird diesem Wasser genug Energie entzogen gefriert es.

Der Vorteil von Kunststoff, welcher eine noch geringere W├Ąrmeleitf├Ąhigkeit von circa 0,4 W / (m K) (PE-HD) besitzt, w├Ąre, dass ein gr├Â├čerer Teil der Energie, die beim Herabk├╝hlen entzogen wird, der Fl├╝ssigkeit und nicht dem Material des Shakers entzogen wird. Somit w├╝rde der Drink schneller kalt werden.

Aus allen anderen Gesichtspunkten, au├čer den physikalischen ist ein Shaker aus einer Metalllegierung dem aus Kunststoff vorzuziehen! Vor allem w├╝rde ich hier die Medienbest├Ąndigkeit von Kunststoffen, besonders im Kontakt mit Alkohol, anf├╝hren.

Sorry Alchemist, aber das musste sein... :D
 

Touri

aktives Mitglied
F├╝r die sch├Ânen Blue Cura├žao Drinks, die auf der Seite gezeigt werden, oder in Clubs mit "geschulten" Personal *hust* sind die Shaker bestimmt ganz gut. Ansonsten ist der einfach nur h├Ąsslich und billig.

Deine Nachfrage bzgl. der Gebrauchsspuren war sehr berechtigt. Denn ich glaube auch, dass du bei normalen gebrauch bald deutliche spuren am Kunststoff sehen wirst.

Ansonsten stimme ich den Anderen zu... h├Ârt sich beim Shaken nicht wertig an; Das Eis wird nicht so sch├Ân Brechen..
 

ZeeD

Neues Mitglied
Hier mal kurz meine Gedanken zum Streit Metall- vs. Kunststoff- vs. Glas- vs. Keramik- vs. Holz- vs. Feenstaub-Shaker.

Disclaimer: Ich bin mittlerweile zum Doktorand der Materialwissenschaften aufgestiegen, was mich zum Teil viele N├Ąchte mit Gin & Tonic, Dark & Stormy und Sazeracs gekostet hat.
Der folgende Beitrag, in Form einer FAQ verfasst, sollte also physikalisch weitestgehend korrekt sein, dennoch auf Grund meiner "Missgunst" dieses Themas mit einem Augenzwinkern verstanden werden ;)

Wie wird mein Drink eigentlich kalt?
Gehen wir von den ├╝blichen Methoden aus, einen Drink zu k├╝hlen aus: Shake, Stir, Build on Ice.
Die K├╝hlung kommt bei allen drei Arten durch die Zugabe von Wasser in festem Aggregatszustand - Eis - zustande.
Der im Allgemeinen als Idealfall betrachtete Zustand des Eises ist dabei "doppelt gefrostet", d.h. das Eis wird aus der Eismaschine, die ├╝blicherweise bei etwas weniger als 0 ┬░C arbeitet entnommen und in eine regul├Ąre Tiefk├╝hleinheit gegeben, also ca. -18 ┬░C.
Dies sorgt daf├╝r, dass zwei Effekte f├╝r die K├╝hlung sorgen:

  • [li]Das Erw├Ąrmen des Eises von -18 ┬░C auf 0 ┬░C.[/li]
    [li]Das Schmelzen des Eises bei 0 ┬░C.[/li]
F├╝r viele d├╝rfte es dabei zun├Ąchst nicht ersichtlich sein, dass das reine Schmelzen, also das "Umwandeln" von fest zu fl├╝ssig, f├╝r K├╝hlung sorgt. Dabei kommt es f├╝r mich dadurch aber zu einem relativ spannenden Ergebnis.
Das K├╝hlen ist streng genommen eigentlich folgendes: Der Drink gibt seine thermische Energie an das Eis ab um dieses zu Erw├Ąrmen, da idealerweise beides die gleiche Temperatur annimmt um in thermischen Gleichgewicht zu sein.
Die Energie, die der Drink abgibt, um einen Eisw├╝rfel (3x3x3 cm) von -18 ┬░C auf 0 ┬░C zu erw├Ąrmen betr├Ągt grob

900 Joule

w├Ąhrend die Energie um den Eisw├╝rfel bei 0 ┬░C von fest zu fl├╝ssig zu bringen

8300 Joule

betr├Ągt.

Das hei├čt im Klartext: ca. 90 % der K├╝hlung des Drinks kommen durch die Erzeugung vom - haltet euch fest - Schmelzwasser zustande.
Ist das nicht Wahnsinn? das bedeutet ja quasi K├╝hlung = Schmelzwasser.
Das wird noch dadurch verst├Ąrkt, dass so gut wie alle K├╝hlung an der Oberfl├Ąche des Eises statt findet, an der b├Âsen Oberfl├Ąche also, die wir doch eigentlich durch die Verwendung durch Eiskugeln vermindern wollen!
Spoiler: Um den Drink k├╝hl zu halten ist das noch immer ein durchaus angebrachter Gedanke ;)

Jetzt wei├č ich zwar, wie der Drink kalt wird, aber was hat der Shaker damit zu tun?
Der Shaker zuallererst mal ein Gef├Ą├č, in dem sich die Fl├╝ssigkeiten in Kombination mit dem Eis gut sch├╝tteln lassen. Es ist also alles st├Ąndig in Bewegung. Alles kommt an alle Ecken und Enden. Dieser Gedanke ist f├╝r sp├Ąter wichtig, also merken!

Der Shaker stellt auch die Schnittstelle zwischen der heilen Welt des Drink-Eis-Luft-Gemisches mit der b├Âsen warmen Au├čenwelt - Luft in Umgebungstemperatur und vor allem (warme) H├Ąnde - dar. Wir haben also ein kaltes Inneres und ein warmes ├äu├čeres. Idealerweise will man ja nicht, dass das warme von au├čen nach innen kommt, oder?
Hier kommt das Material des Shakers in's Spiel: Um so besser die W├Ąrmeleitf├Ąhigkeit des Shaker-Materials ist, umso besser kann die b├Âse W├Ąrme von au├čen in das Innere des Shakers gelangen.
Metall hat eine besonders gute W├Ąrmeleitf├Ąhigkeit, d.h. es w├Ąre unter dem Gesichtspunkt einen m├Âglichst kalten Drink zu bekommen, sogar die schlechtere Alternative gegen├╝ber Glas und Kunststoff.

Das kann nicht sein! Der Shaker aus Metall f├╝hlt sich so viel k├Ąlter an als der aus Glas!?
Es ist eine Fehlannahme zu denken, dass deshalb auch der Inhalt k├Ąlter ist! Nur, weil sich etwas kalt anf├╝hlt, hei├čt es nicht, dass das Innere auch k├Ąlter ist!
Denkt an eine Thermoskanne. Die W├Ąrme wird isoliert und dringt nicht nach au├čen, bleibt also innen.
Analogie Shaker: Wenn sich der Shaker au├čen kalt anf├╝hlt, dringt also die K├Ąlte von innen nach au├čen. Das ist B├ľSE! Pfui!

Ok, aber durch die bessere W├Ąrmeleitf├Ąhigkeit verteilt sich die K├Ąlte besser - der ber├╝chtigte Metallkontakt!?
Aber wir shaken doch und alles ber├╝hrt alles und wird sowieso durch die Gegend geschleudert wie bl├Âd. Das hilft also nicht, sondern schadet eher weil die W├Ąrme von au├čen noch besser in das Innere des Shakers gelangen kann.

Was soll ich also tun?
Ganz ehrlich? Nimm den Shaker, mit dem du dich am wohlsten f├╝hlst. Die Effekte von denen wir hier reden sind nicht signifikant meiner Meinung nach und spielen sich eher im Placebo-Bereich ab. Was schert es mich, wenn der Drink ein Grad k├Ąlter oder w├Ąrmer ist. Hauptsache er schmeckt.

TL;DR
Nehmt den Shaker eures Vertrauens, macht euch einen Drink, und genie├čt ihn. Seid keine Shaker-Rassisten. Mehr trinken, weniger Shaker-Wahnsinn ;)

Edit: Rechtschreibung
Edit 2: Formulierungen eindeutiger gemacht
Edit 3: I forgot how to German
 

Angrist

aktives Mitglied
sch├Ân geschrieben ZeeD

kurze Frage, wenn man mit so einem Kunststoffshaker die W├Ąrmeabgabe nach aussen verringert, oder man zb eine Thermoskanne nehmen w├╝rde und sch├╝ttelt und sch├╝ttelt, bis zu welcher Temperatur k├╝hlt der Drink dann eigentlich ab?

@touri
ein Langzeittest w├╝rde mich auch interessieren, was quasi passieren w├╝rde, wenn man da mal einen high proof Alkohol und etwas das stark f├Ąrbt reintut und ein Wochenende stehen l├Ąsst.

Andererseits sind das auch einfach oft nur Vorurteile gegen Kunststoffe, da kaum einer im Alltag Erfahrungen mit hochwertigen Kunststoffen hat.

In der Firma in der ich arbeite stellen wir zb Durchflussmesser her und die Besten, die die h├Âchsten Anforderungen erf├╝llen bzw Belastungen aushalten m├╝ssen, sind alle aus Kunststoff, da Glas diese Werte gar nicht erf├╝llen kann.
 

ZeeD

Neues Mitglied

sch├Ân geschrieben ZeeD
[/quote]
Danke sehr.


kurze Frage, wenn man mit so einem Kunststoffshaker die W├Ąrmeabgabe nach aussen verringert, oder man zb eine Thermoskanne nehmen w├╝rde und sch├╝ttelt und sch├╝ttelt, bis zu welcher Temperatur k├╝hlt der Drink dann eigentlich ab?
[/quote]
Unter der Annahme, dass so viel Eis verwendet wird, dass dieses zum Zeitpunkt des Erreichens des thermischen Gleichgewichtes noch nicht komplett geschmolzen ist: etwas weniger als 0 ┬░C.
 

Touri

aktives Mitglied


kurze Frage, wenn man mit so einem Kunststoffshaker die W├Ąrmeabgabe nach aussen verringert, oder man zb eine Thermoskanne nehmen w├╝rde und sch├╝ttelt und sch├╝ttelt, bis zu welcher Temperatur k├╝hlt der Drink dann eigentlich ab?
[/quote]
Unter der Annahme, dass so viel Eis verwendet wird, dass dieses zum Zeitpunkt des Erreichens des thermischen Gleichgewichtes noch nicht komplett geschmolzen ist: etwas weniger als 0 ┬░C.
[/quote]

Bei Metall w├Ąre das thermischen Gleichgewicht auf welches System bezogen? *duckundwech*
 

ZeeD

Neues Mitglied



kurze Frage, wenn man mit so einem Kunststoffshaker die W├Ąrmeabgabe nach aussen verringert, oder man zb eine Thermoskanne nehmen w├╝rde und sch├╝ttelt und sch├╝ttelt, bis zu welcher Temperatur k├╝hlt der Drink dann eigentlich ab?
[/quote]
Unter der Annahme, dass so viel Eis verwendet wird, dass dieses zum Zeitpunkt des Erreichens des thermischen Gleichgewichtes noch nicht komplett geschmolzen ist: etwas weniger als 0 ┬░C.
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Bei Metall w├Ąre das thermischen Gleichgewicht auf welches System bezogen? *duckundwech*
[/quote]

Die Frage ist falsch. Eigentlich meinst du: Wie viele Drinks hatte ich am Wochenende, und in welcher Damentoilette bin ich aufgewacht? ;)
 

Microboy

aktives Mitglied
Ich hab neulich nach dem Shaken (Boston) mal mit einem digitalen Thermometer gemessen: -4┬░ C.

Andererseits sind das auch einfach oft nur Vorurteile gegen Kunststoffe, da kaum einer im Alltag Erfahrungen mit hochwertigen Kunststoffen hat.

Mag sein, dass es tolle High-End-Kunststoffe gibt. Im Alltag kommen aber eher g├╝nstige Varianten zum Einsatz. Schau dir mal Kunststoffteile an die ein paar Jahre ├Ąlter sind (z.B. M├Âbel aus den 1960er) oder die viel UV-Licht ausgesetzt sind (Autoteile). Das Zeug wird spr├Âde, br├╝chig und verliert seine Farbe. Zumindest dieses Problem hat man weder mit Metall noch mit Glas.
 

Angrist

aktives Mitglied
Meinst du jetzt die Temperatur der Fl├╝ssigkeit oder des Shakers?

 

ZeeD

Neues Mitglied
Hehe, sehr gut! Damit habe ich sogar ein wenig gerechnet, da wir uns ja auch nicht in einem idealen System befinden.
Angenommen wir h├Ątten eine 20 % ideale (!) Alkohol-Wasser-Mischung, dann w├Ąre deren Gefrierpunkt bei ca -7.5 ┬░C.
Reines (!) Wasser bei 0 ┬░C. Alles dazwischen w├Ąre also Dank mir unbekannter Grenzfl├Ącheninteraktion denkbar. Wenn jetzt das Wasser allerdings nicht extrem rein ist verringert sich der Gefrierpunkt um ein paar wenige Grad (mit Kochsalz kann man bis zu -18 ┬░C gehen ;) ).

-4 ┬░C halte ich dabei f├╝r durchaus gut m├Âglich :)
 

Microboy

aktives Mitglied
Ich habe ein paar mal den Fehler gemacht Low-Alcohol-Cocktails (z.B. Flor de Jerez) mit zuviel Eis zu shaken. Der Cocktail blieb dann jeweils im Shaker und ├Ąhnelte mehr einem Frozen-Irgendwas-Slushi ...

8)
 

Angrist

aktives Mitglied
das m├╝sste ich glatt mal testen, wie lange hast du da geshaket?

Eine bekannte trinkt nicht gerne viel Alkohol und sie liebt so frozen zeug, aber bisher habe ich mich immer geweigert den Mixer rauszuholen (auch ist der alt und w├╝rde durch das Eis wohl kaputtgehen)
 

dadid123

aktives Mitglied
Sch├Ânes Nerd- Thema ;D

F├╝r mich ist das auch nix. "Plastikschnabeltasse" und "innen-hohl-au├čen-Plastik-Barbie" sind superlustige und meiner Meinung nach treffende Bezeichnungen f├╝r diese Idee.

Ich werde meine Cocktails weiterhin in Edelstahl und Glas zubereiten.

Zum Abmessen benutze ich nat├╝rlich weiterhin meine geliebten oxo Plastik Jigger ;D ;D ;D
 

Citrus

Neues Mitglied
-4 ┬░C halte ich dabei f├╝r durchaus gut m├Âglich

Ein Freund und ich messen gelegentlich zum Spa├č die Temperatur des fertigen Cocktails im Glas (mit frischem Eis). Mit einem dreiteiligen Metallshaker habe ich als Bestwert -8┬░C geschafft, er sogar -10┬░C. War ein Mai Tai mit Smith & Cross, und er war eindeutig noch fl├╝ssig.
 

ZeeD

Neues Mitglied
H├Âherer Alkoholgehalt, niedrigerer Schmelzpunkt der L├Âsung - passt ;)
 

lupullus

Neues Mitglied
Ich bin diese immer-w├Ąhrenden semi-professionellen Diskussionen ├╝ber Eis mittlerweile ziemlich Leid. Habe f├╝r euch aber ein letztes mal meine Beitr├Ąge der letzten 5 Jahre durchst├Âbert:

http://www.cookingissues.com/2010/09/02/cocktail-science-in-general-part-1-of-2/

http://www.cookingissues.com/2010/09/08/cocktail-science-in-generalpart-2-of-2/

Diese beiden recht umfassenden Studien sollten die aller meisten eurer Fragen theoretisch und experimentell beantworten. Wurden 2010 das erste mal auf der BCB vorgestellt.



Zum Shaker:

Ist sicher eine gute Investition, wenn man gedenkt in einem Fu├čballstadion auf der Trib├╝ne Cocktails zuzubereiten. Herk├Âmmliche Shaker m├╝ssen bekanntlich am Eingang abgegeben werden, da sie als Wurfgeschosse missbraucht werden k├Ânnten.

Vielleicht ist das Plastik sogar f├╝r Mikrowellen geeignet. H├Ątte den unsch├Ątzbaren Vorteil, dass man hei├če und kalte Cocktails im gleichen Shaker zubereiten k├Ânnte. Beziehungsweise eingefrorene Cocktails in der Mikrowelle auftauen kann.
 

Alchemyst

aktives Mitglied
Danke lupullus. Sch├Âne links. Ich war, glaube ich, damals auch auf dem BCB.
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Ich bin diese immer-w├Ąhrenden semi-professionellen Diskussionen ├╝ber Eis mittlerweile ziemlich Leid. ...

[/quote]

Aber das ist hier ein Cocktail-Forum. Da wird periodisch immer wieder alles durchgekaut.
Aber wenigstens auf hohem Niveau wie dieser Thread zeigt.
Erw├Ąhnen sollte man noch diesen Beitrag " The science of shaking"

http://www.cookingissues.com/index.html%3Fp=1491.html

http://www.cookingissues.com/index.html%3Fp=1527.html

Hier ist in Teil 2 "Third Experiment" ganz interessant.
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-4 ┬░C halte ich dabei f├╝r durchaus gut m├Âglich

Ein Freund und ich messen gelegentlich zum Spa├č die Temperatur des fertigen Cocktails im Glas (mit frischem Eis). Mit einem dreiteiligen Metallshaker habe ich als Bestwert -8┬░C geschafft, er sogar -10┬░C.
[/quote]

Das Schl├╝sselwort hier ist Metallshaker. Empirie schl├Ągt Theorie.
Lang...fristig sind Metallshaker nat├╝rlich kontraproduktiv.
Das hat Zeed ├╝berzeugend nachgewiesen.
Aber wie lange sch├╝ttelt ihr?
2 bis 3 Minuten oder doch eher 10-20 Sekunden?
_________________________________________________________________

Ich bleibe dabei:
energieneutrale, schallged├Ąmmte Klapper-Tupperware-Shaker
sind zwar nicht der Untergang der Barkultur
aber eine Schnapps-Idee.
Im Sinne des Wortes...
 

lupullus

Neues Mitglied

Erw├Ąhnen sollte man noch diesen Beitrag " The science of shaking"

http://www.cookingissues.com/index.html%3Fp=1491.html

http://www.cookingissues.com/index.html%3Fp=1527.html

Hier ist in Teil 2 "Third Experiment" ganz interessant.
[/quote]

Vielen Dank Alchemyst! :) Die beiden Links hatten mir noch gefehlt. Die Resultate kannte ich vom BCB bereits.


Aber wie lange sch├╝ttelt ihr?
2 bis 3 Minuten oder doch eher 10-20 Sekunden?
[/quote]

Naja, das erste und dritte Experiment zeigen ja, dass sich bereits nach 20 Sekunden Shaken die Temperatur praktisch nicht mehr ├Ąndert.
 

Alchemyst

aktives Mitglied



Aber wie lange sch├╝ttelt ihr?
2 bis 3 Minuten oder doch eher 10-20 Sekunden?
[/quote]

Naja, das erste und dritte Experiment zeigen ja, dass sich bereits nach 20 Sekunden Shaken die Temperatur praktisch nicht mehr ├Ąndert.
[/quote]

Genau.
Solch ein "w├Ąrmeleitender" Metallshaker macht in k├╝rzester Zeit als Assistent des schmelzenden Eises seinen Job: er k├╝hlt.
Erst langfristig wird das anders aussehen.
_________________________________________________________

Deshalb sollte ein Drink im Silberbecher auch z├╝gig getrunken werden.
Der Drink wird im Silbermetallbecher schneller warm.
Darauf hat mich mal Zeed hingewiesen.
 

lupullus

Neues Mitglied
Solch ein "w├Ąrmeleitender" Metallshaker macht in k├╝rzester Zeit als Assistent des schmelzenden Eises seinen Job: er k├╝hlt.
Erst langfristig wird das anders aussehen.

Ich kann f├╝r das Shaken keinen Unterschied ausmachen in der K├╝hlgeschwindigkeit zwischen w├Ąrmeleitenden Metall-shakern und isolierenden Glas-shakern (siehe Experiment 3). Beim R├╝hren oder Shaker einfach nur stehen lassen, mag das wom├Âglich einen Unterschied machen. Aber davon ist wohl nicht die Rede und dazu fehlen mir auch fundierte Daten.
 

Alchemyst

aktives Mitglied
Ich kann f├╝r das Shaken keinen Unterschied ausmachen in der K├╝hlgeschwindigkeit zwischen w├Ąrmeleitenden Metall-shakern und isolierenden Glas-shakern (siehe Experiment 3). Beim R├╝hren oder Shaker einfach nur stehen lassen, mag das wom├Âglich einen Unterschied machen. Aber davon ist wohl nicht die Rede und dazu fehlen mir auch fundierte Daten.

Man sieht, dass die Shakerwahl f├╝r die K├╝hlung keine ├╝berragende Rolle spielt
und die K├╝hlung - darauf wurde ja schon ausf├╝hrlich hingewiesen -
entscheidend vom Schmelzwasser bestimmt wird.
_____________________________________________________________

Man sieht aber auch, dass ein Metallshaker nicht schlechtere, sondern sogar ganz leicht bessere Ergebnisse produziert
und dass bei der kurzen Anwendungsdauer keine Nachteile entstehen. Ich sehe die Vorteile.
_____________________________________________________________

Aber selbstverst├Ąndlich bleibt es jedem Bar-Nausen ├╝berlassen
auch Hohlplastikbeh├Ąlter zu benutzen,
um Scherben zu vermeiden, falls der Shaker (durch zu hohen Alkoholkonsum?) zu Boden f├Ąllt
und um keine kalten H├Ąndchen zu bekommen
und um sich vor der Peinlichkeit sch├╝tzen, wohlm├Âglich den Shaker nicht auf zu bekommen.
Gegen dererlei Unbill hilft ein Barbie Shaker schon...
 

dadid123

aktives Mitglied
ich lache mich schlapp :) :) :)

Einfach herrlich, diese Diskussion :D
 

Kradmalso

Neues Mitglied
Oh man, jetzt habe ich mir das bei Kickstarter angesehen! Und direkt mal nicht 3 St├╝ck bestellt. Das klang ja im Video beim Shaken schon so langweilig :-(

Aber eure Diskussion hier ist viel cooler als der Shaker !!! ;D
 
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